Mitglieder der neuen Wählergruppe „Miteinander Eching GestAlten (Mega)“ haben an Neujahr am Bürgerplatz aufgeräumt. Rund zehn große Müllsäcke wurden nach eigenen Angaben mit Hinterlassenschaften vom Silvesterfeuerwerk gefüllt, ein Volumen von ungefähr einem Kubikmeter.
„Die Sauberkeit unserer Gemeinde ist mir und den meisten Bürgern wichtig“, sagte Bürgermeister Sebastian Thaler, bis jetzt einzig namentlich in Erscheinung getretenes „Mega“-Mitglied, „mit der Aktion wollen wir ein Zeichen setzen, dass es so einfach wäre, Eching sauber zu halten, wenn wir alle umsichtiger sind, Müll nicht achtlos wegwerfen und auch mal fremden Müll aufsammeln und in einen Mülleimer werfen.“
„Mega“ braucht noch mindestens 180 Unterstützerunterschriften, um bei der Kommunalwahl antreten zu können.
Ist es nicht direkt lobenswert, dass der amtierende Bürgermeister mit seinen Freunden einen Kubikmeter Müll, den andere hinterlassen haben, entsorgt?
Wenn man jedoch bedenkt, wieviel „Müll“ Thaler als Bürgermeister produziert hat, ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Sei es „Müll“ in Form materiell rechtswidriger Beschlussanträge, um Anwalts-, Gerichts- und Schadensersatzkosten seiner privat grob fahrlässig herbeigeführten Sachbeschädigung am Echinger See der Gemeinde und deren Versicherungen anzulasten.
Sei es durch den Kauf einer Immobilie des mittlerweile verstorbenen Herrn L. kurz vor dessen Tod aus dem Nachlass der Gemeinde zum Schnäppchenpreis.
Sei es durch die Entwicklung von Wohnbaumodellen, die weder für Kapitalanleger noch für Selbstnutzer interessant sind, nachdem ihnen während der von Thaler ausgelösten Erbpachtdiskussion der Zinsanstieg einen dicken Strich durch die Rechnung machte. Und das alles zulasten von knappem und teurem Bauland der Gemeinde.
Oder sei es der Kauf des Hotel Huberwirt, wo über die Höhe des Kaufpreises Stillschweigen vereinbart wurde. Daher ist auch nicht überprüfbar, ob der für den Huberwirt von der Gemeinde entrichtete Preis einen entsprechenden Abschlag beinhaltet hat oder nicht. Die Mitglieder des Gemeinderats, die den Kauf unterstützt hatten, müssten das jedoch wissen. Vielleicht äußert sich ja aus diesem Personenkreis einmal jemand dazu, um die Echinger Bürgerschaft hier nicht länger im Dunkeln stehen zu lassen. Immerhin gab es für das Hotel Huberwirt noch einen weiteren Kaufinteressenten. Seit über 5 Jahren wartet die Echinger Bürgerschaft hier bereits auf eine rentable Nutzung, damit sich das millionenschwere Investment aus dem Vermögen der Gemeinde endlich amortisiert, anstatt nur weitere Verwaltungs- und Instandhaltungskosten zu verursachen.
Oder sei es einfach in Form von Kollateralschäden wie Kündigungen kompetenter und engagierter Verwaltungsmitarbeiter*innen, die Schwierigkeiten im Umgang mit dem mittlerweile vorbestraften Bürgermeister hatten. Ganz zu schweigen vom Imageverlust, den die Gemeinde Eching durch die zahlreichen Negativschlagzeilen, die Thalers Verhalten thematisierten, erlitten hat.
Um all diesen „Müll“ zu entsorgen, bedarf es wohl eines ganzen Geschwaders an Müllfahrzeugen. Ganz zu schweigen von der Zeit, die noch aufzuwenden sein wird, um den „Müll“ zu sortieren und anschließend aufzubereiten.
Ingrid Brandstetter
Da macht also der amtierende Bürgermeister mit seinen Freunden den Marktplatz in seiner eigenen Gemeinde sauber und findet einen Kubikmeter Müll.
Das nenne ich mal ein echtes Organsisationstalent!
Für mich ist das ein Eigentor. Wer glaubt, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet, der glaubt auch, dass dieser Bürgermeister der Meister der Bürger ist.