Weiterhin ist ein Arbeitsgerichtsprozess der Gemeinde gegen die gekündigte Mitarbeiterin im Vorzimmer des Bürgermeisters anhängig. Miriam Gott ter Linden hat nach dem fristlosen Rauswurf durch Bürgermeister Sebastian Thaler eine Klage auf Weiterbeschäftigung erhoben, die noch nicht entschieden ist.
Zuletzt ist offenbar ein Güterichterverfahren gescheitert, weil sich wohl beide Parteien nicht verständigen konnten. Ein erneuter Verhandlungstermin ist nicht vor Mai 2026 zu erwarten.
Gott ter Linden hatte das Bürgermeister-Vorzimmer knapp zwölf Jahre geleitet. Aktuell ist im Rathaus-Organigramm Nadine Schmitt als Leiterin des Bürgermeisterbüros benannt.
Ich kenne Frau Gott ter Linden seit vielen Jahren. Ich weiß wie zuverlässig, verantwortungsvoll und menschlich sie ist – im Rathaus und darüber hinaus.
Sie ist jemand, der nicht nur redet, sondern auch handelt: Sie engagiert sich freiwillig in der Feuerwehr, arbeitet im Krisenmanagement, hilft Menschen, wenn sie in Not sind, und steht ein, wenn diese Schutz brauchen. So sieht gelebter Gemeinsinn aus, so sieht Verantwortung und Moral aus.
Und dann, eine fristlose Kündigung, ohne Respekt vor ihrer Leistung…?
Hier geht es längst nicht mehr um eine Personalentscheidung, hier geht es um Moral, um Verantwortung. Es geht um den Charakter einer Gemeinde, da sollte es doch Solidarität, Zusammenhalt und Menschlichkeit geben.
Wie kann eine Gesellschaft von Werten sprechen, wenn eine Frau, die seit Jahren für andere einsteht, auf diese Weise so fallen gelassen wird? Wenn jemand, der in Krisen hilft, selbst in einer Krise keine Fairness erfährt? Wenn eine Mutter, die Verantwortung für ihre Kinder trägt, und eine Frau, die für andere in der Not da ist, einfach vor die Tür gesetzt wird?
Besonders bitter: In einer Zeit, wo gegen den Bürgermeister selbst Verfahren laufen, wird eine langjährige, respektierte Mitarbeiterin plötzlich „unangenehm“ und verschwindet. Das lässt Fragen zurück und ist sehr beunruhigend.
Wer Macht hat, hat auch eine moralische Verpflichtung. Verantwortung bedeutet, gerecht zu handeln – nicht willkürlich. Führung bedeutet, Menschen zu schützen – nicht zu brechen.
Aber unser Bürgermeister macht, was er will, und warum: weil er es kann…
Unsere Gemeinde verdient eine menschliche, gerechte und verantwortungsvolle Führung. Es ist an der Zeit, sich von diesem Bürgemeister zu trennen.