Mehr Linien und mehr Vernetzung

Mit „Modernem ÖPNV für Eching“ beschäftigte sich die SPD bei einer Wahlveranstaltung am Mittwoch im ASZ. Bürgermeisterkandidat Victor Weizenegger lieferte dazu einen Impulsvortrag, in dem er unter anderem vorrechnete, dass in der Gemeinde die Nutzung des ÖPNV schon wesentlich günstiger sei als der Betrieb eines eigenen Pkw.

Eine Kfz-Nutzung veranschlagte er selbst im Kleinwagensegment mit Kosten von über 8000 Euro jährlich, wohingegen das Deutschlandticket nur gut 700 Euro im Jahr koste. „Selbst wenn man dann zusätzlich noch ein paar Fernverkehrstickets und die ein oder andere Taxifahrt aufschlägt, ist der ÖPNV klar günstiger“, so Weizenegger.

Wenn das Auto also dem ÖPNV vorgezogen werde, liege das nicht am Preis, sondern an der Attraktivität des Angebots. Hier würden vor allem zuverlässige Taktungen Planbarkeit schaffen, forderte er. Insbesondere die Verknüpfung von Linienverbindungen vervielfache die Nutzungsmöglichkeiten.

Im Anschluss referierte der Dritte Bürgermeister von Allershausen, Josef Lerchl, über seinen Plan eines Expressbuses auf der A9 , der Allershausen, Schweitenkirchen und Mainburg mit dem Münchner Norden verbinden soll. Für die über 6000 Einpendler nach Eching könne diese Verbindung durchaus erhebliche Vorteile bringen.

2 Lesermails

  1. Hallo Herr Langenstück,

    die Berechnung stammt vom ADAC – keine Institution, der ich unterstellen würde, den motorisierten Indivualverkehr teuer zu rechnen.

    Berechnungsgrundlage ist eine Nutzungsdauer von 5 Jahren bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 km.

    Vielleicht hätten Sie die Veranstaltung besuchen sollen, wenn Sie meinen, öffentlich über den Realitätssinn anderer urteilen zu wollen 😉

  2. Zitat: „Eine Kfz-Nutzung veranschlagte er selbst im Kleinwagensegment mit Kosten von über 8000 Euro jährlich, wohingegen das Deutschlandticket nur gut 700 Euro im Jahr koste.“

    Natürlich ist der Unterhalt eines PKWs wesentlich teurer als das Deutschlandticket. Aber wenn Herr Weizenegger behauptet, dass ein Kleinwagen über 8.000 € pro Jahr kostet, irrt er gewaltig: Nehmen wir mal eine jährliche Laufleistung von 20.000 km, einen Spritpreis von 1,70 €/Liter und einen Durchschnittverbrauch von 7 Liter/100 km an. Dann kommt man nach Adam Riese auf einen jährlichen Preis, nur für Sprit, von knapp 2.400 € (1,70 €/Liter x 7 Liter/100 km x 20.000 km/Jahr).

    Kommen natürlich noch die Kosten für Versicherung, KFZ-Steuer, Wagenwäsche, Inspektionen, TÜV und Wertverlust obendrauf. Aber mindestens 8.000 € Betriebskosten pro Jahr für einen Kleinwagen, wie von Herrn Weizenegger behauptet, sind schon ziemlich weit hergeholt.

    Ich hoffe, dass, sollte Herr Weizenegger tatsächlich Bürgermeister werden, er etwas mehr Realititätssinn an den Tag legt als bei der SPD-Wahlkampfveranstaltung am vergangenen Mittwoch.

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