Das kleine Gewerbegebiet am südlichen Ortseingang von Dietersheim soll großflächig erweitert werden. Einstimmig hat der Planungsausschuss des Gemeinderats die Ausweisung von 7,3 Hektar Fläche auf den Weg gebracht.
In dem potentiellen Gewerbegebiet sollen primär Gewerbebetriebe mit Bezug zur nahen TU München angesiedelt werden. Dies würden auch die Grundstückseigentümer unterstützen, heißt es aus dem Rathaus.
Zudem soll die Möglichkeit geprüft werden, ob in diesem Bereich ein Lebensmittelmarkt für Dietersheim umgesetzt werden kann. In dem Gewerbegebiet soll demnach auch ein Gebiet für Einzelhandel gewidmet werden.
Die Grafik der Gemeinde zeigt rot umrandet das künftige Gewerbegebiet südlich und westlich der bestehenden Flächen. Am Bildrand oben rechts ist das Neubaugebiet am Mühlenweg. Erschlossen würde das Areal von der Staatsstraße aus Garching her über Georg-Kollmannsberger-Straße und Salbeiweg.
Hoffentlich siedelt sich im Gewerbegebiet in Dietersheim auch eine auf die Beseitigung von Korrosionsschäden spezialisierte Firma an.
Warum? Seit der Inbetriebnahme des neuen Garchinger Forschungsreaktors FRM-2, der ca. 1,5 km Luftlinie vom Ortsrand von Dietersheim entfernt seit 2004 betrieben wird, rostet das Reaktorbecken munter vor sich hin (der MM berichtete 2011 darüber: https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/gruene-warnen-korrosionsschaeden-reaktor-garching-sieht-kein-risiko-1222064.html).
Seit fast 6 Jahren steht der Garchinger Forschungsreaktor ungenutzt in der Landschaft (gewisse Parallelen zum „Huberwirt“ lassen grüßen) und verschlingt Jahr für Jahr Millionen an Steuergeldern.
Zwar behauptet die TUM (Betreiber des FRM-2) jetzt, es gäbe Beschaffungsprobleme für einen sog. neuen Zentralkanal (siehe https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/garching-forschungsreaktor-seit-fast-sechs-jahren-stillgelegt-wann-laeuft-der-reaktor-wieder-94120976.html), aber die wahren Gründe dürften in der falschen Materialauswahl beim Bau des Reaktorbeckens mit seinen zahlreichen Einbaukomponenten (alles aus Edelstahl) liegen.
Wie war das nochmal mit der „Exzellenz-Uni“ TUM und dem High-Tech-Standort Bayern?