Als neu gegründete und bisher nicht im Gemeinderat vertretene Wählergruppe mussten innerhalb von nur drei Wochen bis 19.01.2026 sowohl für den Wahlvorschlag des Bürgermeisters als auch für die Gemeinderatsliste jeweils 180 in Eching wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger die Unterstützung des Wahlvorschlags durch ihre Unterschrift im Rathaus bekunden.
Die benötigten 180 Unterstützerunterschriften wurden deutlich übertroffen: Bürgermeister Thaler erhielt 310 gültige Unterschriften und die Gemeinderatsliste 264. Diese Anzahl hätte sogar in einer größeren Stadt mit bis zu 50.000 Einwohnern für die Zulassung gereicht.
Entsprechend erfreut waren die Mitglieder von „Mega“ über diesen starken Zuspruch: „Es ist überwältigend, wie viel Zustimmung wir in den wenigen Wochen seit Gründung unserer Wählergruppe erfahren haben. Die Menschen in Eching wünschen sich eine sachorientierte und partnerschaftliche Gemeindearbeit. Und genau dafür stehen wir als ‚Mega‘ alias ‚Miteinander Eching GestAlten‘.“
Zur öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses am 20. Januar im Echinger Rathaus waren rund 50 Gäste erschienen. In der rund zweistündigen Sitzung wurden alle sieben Wahlvorschläge geprüft, wobei sich der Wahlausschuss besonders intensiv mit dem Wahlvorschlag der parteiunabhängigen Wählergruppe „Mega“ beschäftigte und sich neben den Unterstützerunterschriften auch alle anderen Unterlagen vorlegen und erläutern ließ mit dem Ergebnis, dass alles korrekt ist und „Mega“ zur Kommunalwahl am 8. März zuzulassen ist.
Im Vorfeld des Wahlausschusses gingen bei der Wahlleitung zwei Einsprüche gegen den Wahlvorschlag „Mega“ ein. Diese wurden im Wahlausschuss nach vorheriger Rücksprache mit der zuständigen Rechtsaufsicht des Landratsamts als unbegründet zurückgewiesen. Wolfgang Müller („Mega“-Listenplatz 3/4) bezieht klare Stellung zu den Einsprüchen: „In einer Demokratie sollten immer und ausschließlich die Wählerinnen und Wähler mit ihrer Stimme eine Wahl entscheiden und nicht die Juristen und Bürokraten.“
Thaler stellt klar: „Ich wurde in den letzten Wochen oft mit der Behauptung konfrontiert, dass ich mich nur aufgrund meines Pensionsanspruchs erneut zur Wahl stellen würde. Das ist falsch, denn ich habe bereits jetzt nach zwei Amtszeiten einen Versorgungsanspruch gemäß Art. 21 Abs. 2 Satz 2 KWBG, auch wenn ich dann nicht ganz 10 Jahre Dienst geleistet habe.
Ich hatte meine erste Amtszeit freiwillig verkürzt, um die Wahltermine von Bürgermeister- und Kommunalwahl nach fünf getrennten Wahlen wieder zusammenzulegen und der Gemeinde damit pro Wahl rund 50.000 EUR zu sparen.
Mit 39 Jahren will ich noch nicht in Rente gehen, denn ich bin dankbar, dass ich gesund bin und der herausfordernden und spannenden Tätigkeit als Bürgermeister nachgehen darf. Ich kandidiere nicht wegen des Geldes für eine dritte Amtszeit, sondern weil mir die Zukunft unserer Gemeinde wichtig ist und ich die begonnenen Projekte auch zu einem erfolgreichen Abschluss bringen möchte. Dies ist mein persönlicher Anspruch an mich selbst und ich empfinde es als Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber.
Anhand der vielen Unterstützer, die in den letzten drei Wochen im Rathaus für mich und ‚Mega“ unterschrieben haben, tut es gut zu sehen, dass es viele Menschen gibt, die meine Arbeit für diese Gemeinde in den letzten zehn Jahren schätzen und mir weiterhin das Vertrauen schenken, die Gemeinde in eine fruchtbare Zukunft zu führen. Diese Zukunft Echings will ich weiterhin gestalten, gmeinsam mit der Gemeinderatsliste ‚Mega‘ mit dem Leitsatz ‚Miteinander Eching GestAlten‘. Am 8. März bestimmen Sie über die Zukunft unserer Gemeinde mit Ihrer Stimme.“
Sebastian Thaler
(Anm. d. Red.: Dies ist ein Auszug aus einer über fünfseitigen Pressemitteilung von „Mega“, in der auch bekannte Passagen wiederholt wurden)
Zitat: „Die benötigten 180 Unterstützerunterschriften wurden deutlich übertroffen: Bürgermeister Thaler erhielt 310 gültige Unterschriften und die Gemeinderatsliste 264. Diese Anzahl hätte sogar in einer größeren Stadt mit bis zu 50.000 Einwohnern für die Zulassung gereicht.“
Herr Thaler sollte auch schildern, mit welchen, mitunter dubiosen Mitteln die 310 Unterschriften erreicht wurden: „Rein zufällig“ war unmittelbar nach dem Auftritt der Schäfflertanz-Truppe am Samstag, den 10.01.26 (siehe https://www.eching.de/news/muenchener-schaeffler-kommen-nach-eching/), eine zweistündige Öffnungszeit zur Eintragung in Unterstützerlisten im Bürgerbüro im Rathaus von ihm angeordnet worden (siehe https://www.eching.de/site/assets/files/13324/bek_uber_die_eintragungsmoglichkeiten_in_unterstutzungslisten.pdf).
Ich erhielt die Info, dass „Mega“-Leute während des Schäffler-Auftritts gezielt ältere Mitbürger im Publikum ansprachen und diese dazu animierten, anschließend ins Rauthaus zu gehen und zu unterschreiben (siehe hierzu die Lesermail des Ehepaars Erb vom 17.01.26: https://echinger-zeitung.de/2026/01/17/lesermail-zum-artikel-schaefflertanz-am-buergerplatz-5/).
Allein schon diese Tatsache rechtfertigt es m. E., „Mega“ von der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl auszuschließen.
Bitte nicht vergessen: Herr Thaler hatte den Schäffler-Auftritt in Eching sehr kurzfristig organisiert (und folglich wurde der Auftritt auch sehr kurzfristig auf der Gemeinde-Homepage angekündigt).
Zitat: „Thaler stellt klar: „Ich wurde in den letzten Wochen oft mit der Behauptung konfrontiert, dass ich mich nur aufgrund meines Pensionsanspruchs erneut zur Wahl stellen würde. Das ist falsch, denn ich habe bereits jetzt nach zwei Amtszeiten einen Versorgungsanspruch gemäß Art. 21 Abs. 2 Satz 2 KWBG, auch wenn ich dann nicht ganz 10 Jahre Dienst geleistet habe.“
Diese Behauptung ist nachweislich falsch: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayGLKrWG-42
Frau Saulewicz hatte in ihrer Lesermail vom 6.1.26 den Gesetzestext sehr anschaulich erklärt: https://echinger-zeitung.de/2026/01/06/lesermail-zum-artikel-mega-im-zweiten-versuch-4/
Fazit: Herr Thaler offenbart mit seiner aktuellen Stellungnahme, dass er sich, trotz über 9 Jahren Amtszeit als Erster Bürgermeister von Eching, im bayer. Beamtenrecht immer noch nicht hinreichend auskennt. Ohne seine „rechte Hand“, Frau Angelika Barth (Geschäftsleiterin unserer Gemeinde), würde Herr Thaler „baden gehen“.