Lesermail zum Werbevideo von Bürgermeister Thaler

Antwort auf Leserbrief der CSU-Fraktion vom 22.01.2026 in der Echinger Zeitung

Normalerweise antworte ich nicht auf Leserbriefe, aber im Falle der CSU-Fraktion mache ich eine Ausnahme, gerne auch eine ausführliche, um die Fakten geradezurücken.

In einem 45-Sekunden kurzen Video ist es nicht möglich, auf Details einzugehen, sonst würde sich dies niemand ansehen. Gerne gebe ich im Folgenden weitere Auskünfte und mache den Faktencheck zu den von der CSU-Fraktion getroffenen Aussagen.

Die Kernaussage des Videos „ohne Thaler“ ist bewusst provokant gewählt und soll nicht ausdrücken, dass die genannten Projekte allein mein Verdienst wären. Ich habe nie behauptet, auch im Video nicht, dass die Errungenschaften während meiner Amtszeit allein meine Leistung wären.

Ganz im Gegenteil: In jedem Jahresrückblicksvideo und in jedem Jahresbericht bedanke ich mich bei allen Kolleginnen und Kollegen der Rathausverwaltung, der Außenstellen, unserer kommunalen Zweckverbände und unserer Partnerfirmen für Ihre Unterstützung und Leistung, denn ohne sie könnte ich als einzelne Person nichts bewegen.

Zuverlässige und leistungsfähige Mitarbeitende sind das Herzstück eines jeden Unternehmens und einer jeden Verwaltung, daher habe ich in den letzten Jahren viele personelle Veränderungen vorgenommen und nehme möglichst an allen Vorstellungsgesprächen teil. Wir führen zudem Leistungsbewertungen für alle Mitarbeitenden durch und besprechen diese gemeinsam, denn ich möchte, dass Leistung anerkannt wird, und pflege daher eine „Feedback-Kultur“ im Rathaus. Schließlich darf die Bürgerschaft erwarten, dass einem im Rathaus schnell, fachkundig und freundlich geholfen wird.

Wenn die CSU-Fraktion Wert darauf legt, dass die Errungenschaften während meiner Amtszeit allesamt eine Gemeinschaftsleistung sind, an der sie maßgeblich beteiligt war, dann muss ich dem jedoch entschieden widersprechen, denn gerade die CSU-Fraktion hat seit meinem Amtsantritt 2016 viele meiner Initiativen im Gemeinderat blockiert oder zumindest versucht, diese zu stoppen.

Und wenn Sie die positiven Entwicklungen als Gemeinschaftsleistung betrachten, dann müssen Sie auch so fair sein und für negative Themen die Mitverantwortung tragen. Wie im Sport: Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen. Der Trainer ist nicht nur für die Niederlagen verantwortlich.

Nun zu Ihren Thesen hinsichtlich meines Videos, die ich im Folgenden einem Faktencheck unterziehen möchte:

1. Neubau des Rathauses:

Bereits 1999 wurde nach meiner Recherche erstmals über die Sanierung oder den Neubau des Rathauses im Gemeinderat diskutiert. In den folgenden Jahren wurde ein Wettbewerb für Rathaus samt Bürgerplatz durchgeführt, dessen Ergebnisse verworfen wurden. 2014 beschloss der Gemeinderat dann die Sanierung des Rathauses und die Planungen wurden begonnen.

Als ich im September 2016 mein Amt antrat, befanden wir uns mitten in den Planungen, jedoch drohte das Projekt zu kippen: Im Rat gab es eine verhärtete Front zwischen „Sanierern“ und „Neubau-Verfechtern“. Daher ließ ich beide Varianten innerhalb meines ersten halben Amtsjahres prüfen und die Kosten ermitteln, ehe der Rat dann mit großer Mehrheit die Variante Kernsanierung wählte.

Erst dann begannen die Planungen, Form anzunehmen, und ich betrachte es schon als meine Leistung und natürlich die der Architekten und Fachplaner, dass wir ein derart modernes und ansprechendes Gebäude errichtet haben – und das alles im veranschlagten Kostenrahmen und im angesetzten Zeitplan.

Eching hat eines der modernsten Rathäuser, alle Mitarbeiter haben höhenverstellbare Schreibtische und können per Fernzugriff von zuhause arbeiten. Foyer, Bürgerbüro sowie der Sitzungs- und Trausaal sind offen, hell und ansprechend gestaltet. Diese Gestaltung sowie die Wahl der nachhaltigen Fassadenelemente aus natürlicher Keramik, gepaart mit einem hohen Glasanteil, entstanden unter meiner Federführung. Nicht zuletzt wurden wir letztes Jahr vom Freistaat als digitales Rathaus ausgezeichnet.

2. Neue Tennishalle:

Ja, Eching hatte bereits vorher eine Tennishalle und wäre diese nicht 2018 abgebrannt, wäre dieses Projekt nie verfolgt worden. Dass wir Tennisspieler, zu denen ich bekanntlich zähle, nur vier Jahre nach dem Brand wieder in einer neuen modernen Tennishalle aufschlagen durften, war jedoch nicht mit einer Schadensmeldung bei der Brandversicherung getan.

Ich habe über anderthalb Jahre mit der Versicherung hart verhandelt und einen auf Brandschäden spezialisierten Versicherungsberater an Bord geholt. Die anfangs zugesagte Versicherungsleistung von nur 2,5 Mio. Euro, da das Gebäude von Beginn an unterversichert war, verhandelten wir auf über 4 Mio. Euro.

Nur unserem Verhandlungsgeschick und unserer Hartnäckigkeit war es zu verdanken, dass die Gemeinde zu vertretbaren Eigenmitteln von rund 1,5 Mio. Euro eine der modernsten Tennishallen Deutschlands errichten konnte, dazu vier Wohnungen und eine Gymnastikhalle, die im Übrigen allein meine Idee war, da an der Stelle zunächst ein Parkplatz geplant war.

3. Gesunde Gemeindefinanzen:

Die Behauptung „unter Thaler wurden diese Rücklagen jedoch nach und nach aufgebraucht“ ist schlichtweg falsch und Zahlen wurden interessanterweise nicht aufgeführt, da Zahlen diese These eindrucksvoll widerlegen würden. Diese Falschbehauptung verwundert mich ehrlich gesagt, da ich Herrn Bartl im Gemeinderat als akribischen Rechner mit spitzem Bleistift kennengelernt habe, der hier vielleicht nochmal nachrechnen sollte.

Aber lassen wir doch einfach die Zahlen sprechen: 2016 zu meinem Amtsantritt war die Gemeinde mit rund 15 Mio. Euro verschuldet und hatte Rücklagen i.H.v. 9,5 Mio. Euro. Bis 2025 konnten wir, nicht ich allein, die Schulden auf nur noch ca. 3 Mio. Euro reduzieren und die Rücklagen auf rund 24 Mio. Euro steigern.

Unterm Strich wurden in den letzten zehn Jahren somit 26,5 Mio. Euro für die Gemeinde erwirtschaftet. Dies beinhaltet auch den Verkauf des Wohnungsbaugrundstücks an der Böhmerwaldstraße, jedoch wurden im Gegenzug der Huberwirt und mehrere landwirtschaftliche Grundstücke während meiner Amtszeit erworben.

Die Preise hierfür unterliegen der Geheimhaltung, aber ich darf bilanzieren, dass unterm Strich nach Grundstücks-An- und -Verkäufen der Effekt auf die Rücklagen nur ca. 5 Mio. Euro beträgt. Somit wurden organisch ohne Grundstücksgeschäfte über 20 Mio. Euro erwirtschaftet in nur zehn Jahren.

Zum Vergleich: Bayernweit erhielten im Jahr 2025 85 % der Gemeinden Schlüsselzuweisungen, in Oberbayern sogar 95 % aller Gemeinden. Auch im wirtschaftlich starken Landkreis Freising sind aktuell 17 von 24 Kommunen auf Unterstützung angewiesen. Diese Gemeinden könnten ohne externes Geld ihre Pflichtaufgaben nicht mehr ordnungsgemäß erfüllen, Eching hingegen schon, wir können uns sogar viele freiwillige Leistungen gönnen wie unser Bürgerhaus, das ASZ, die Musikschule u.v.m. Ich arbeite wirtschaftlich dafür, dass dies auch so bleibt.

4. Bürgerhaushalt:

Mir ist kein Bürgerhaushalt vor 2018 bekannt. Wer war 2018 Bürgermeister? Ich erhebe kein Urheberrecht auf das Modell des Bürgerhaushalts, denn ich habe mir dieses bei anderen Gemeinden abgeschaut, im Speziellen bei der Stadt Schwandorf in der Oberpfalz, die seit vielen Jahren einen Bürgerhaushalt auslobt. Das fand ich toll und wollte es daher für Eching adaptieren.

Und ja, wir haben es nicht jedes Jahr geschafft mangels Ressourcen, aber gerade 2025 finde ich, lief der Prozess gut organisiert, da die Bürgerinnen und Bürger erstmals digital über die Eching-App abstimmen konnten und wir damit eine Rekordbeteiligung von über 1.000 Menschen erreicht haben.

Die Umsetzung der beiden erstplatzierten Projekte erfolgt wie üblich erst im Folgejahr, da der Gemeinderat Ende November erst die Auswahl getroffen hat. Und es gibt auch einen Plan, wie wir versuchen werden, beide Projekte umzusetzen.

5. Fernwärme im Hauptort:

Ja, die Fernwärmeversorgung ist im gemeinsamen Zweckverband Versorungs- und Verkehrsbetriebe Neufahrn/Eching organisiert. Aber wer ist gleich nochmal Zweckverbandsvorsitzender? Ja, richtig, ich als Bürgermeister im zweijährigen Wechsel mit meinem Neufahrner Amtskollegen.

Natürlich ist auch ein solches Projekt eine Gemeinschaftsleistung, in diesem Fall in Zusammenarbeit mit Neufahrn und dem Betreiber unseres Netzes, der Firma „Iqony New Energies“ (damals: Steag). Die strategische Richtung geben aber die Gemeinden und allen voran wir beiden Bürgermeister vor. Herr Heilmeier und ich haben den Zweckverband deutlich gestärkt, indem wir 2018 erstmals einen eigenständigen Geschäftsleiter eingestellt haben, der die Entwicklungen deutlich beschleunigt hat und dem ein maßgeblicher Teil des Erfolgs zusteht.

6. Spielplatzoffensive:

Sie schreiben völlig richtig, „der Handlungsbedarf war schon lange sichtbar“, aber wieso wurde dann lange nichts gemacht? Ja, viele andere Themen sind essenzieller: Kinderbetreuung, bezahlbarer Wohnraum, u.v.m. Sie zählen diese korrekt auf. Dennoch sind Spielplätze ein wichtiger sozialer Begegnungsort für Kinder wie deren Eltern und wichtig für die soziale und motorische Entwicklung unserer Kinder.

Es war mein Vorschlag, dass wir das jährliche Budget für unsere Spielplätze von 30.000 Euro auf 120.000 Euro vervierfachen, und der Gemeinderat ist diesem Vorschlag dankenswerterweise gefolgt. Ich bin selbst Vater eines vierjährigen Sohnes und der neue Spielplatz in Dietersheim sowie das große Klettergerüst im Freizeitgelände oder am Hollerner See lassen das Kinderherz höher schlagen. Ich freue mich bei jedem Besuch, dass ich solche Projekte umsetzen durfte.

7. Wohnbaulandmodell und Neubaugebiete:

Ja, es gab in Eching bereits in den 70er Jahren ein Wohnbaulandmodell, damals „Einheimischenmodell“ genannt. Dieses ist jedoch eingeschlafen und wurde von mir 2018 wieder zu neuem Leben erweckt. Die aktuellen Vergabekriterien tragen den Datumsstempel 2023.

Da die Schaffung bezahlbaren Wohnraums mein Hauptversprechen in beiden Wahlkämpfen war und diesmal auch wieder ist, habe ich mich bei diesem Thema inhaltlich so sehr eingebracht wie bei keinem anderen. Das Wohnbaumodell ist meine Errungenschaft, darf ich stolz behaupten.

Wie viele Baugebiete sind in den drei Amtszeiten, also insgesamt 18 Jahren, meines Vorgängers von der CSU entstanden? Meines Wissens nur eines, nämlich Dietersheim Nordwest. Das kleine Baugebiet an der Lustheimer Straße in Eching mit fünf Häusern zähle ich nicht mit.

Es ist korrekt, dass die Echinger Baulandverträge für die Neubaugebiete Eching-West sowie Dietersheim Südost und Südwest bereits in den Jahren 2005 bis 2007 geschlossen wurden. Dann wurde zehn Jahre lang hin und her geplant, ohne dass etwas vorwärts ging. Erst mir gelang es dann 2017, mit allen Eigentümern die erforderliche Umlegungsvereinbarung zu unterzeichnen, sodass die Gebiete parzelliert und erschlossen werden konnten und die Gemeinde die neu gebildeten Bauparzellen im Wohnbaulandmodell nach den neu definierten Kriterien vergeben konnte.

Als Nachweis dient, dass während meiner Amtszeit für vier Neubaugebiete die Bebauungspläne im Gemeinderat beschlossen wurden (Satzungsbeschluss): Böhmerwaldstraße (2017), Eching-West (2018), Dietersheim Südost (2017) und Bernhard-Lichtenberg-Straße (2019). Letztgenanntes entstand in Rekordzeit: Hier wurde das gesamte Verfahren vom Baulandvertrag bis zur Bebauung während meiner ersten verkürzten Amtszeit durchgeführt, also in nur rund drei Jahren.

Baugebietsausweisungen unterliegen grundsätzlich einem langen Genehmigungsprozess, auch der neue „Bauturbo“ wird daran wenig ändern. Es ist daher üblich, dass sich eine Baulandausweisung über mehr als sechs Jahre, also über mehr als eine Wahlperiode erstreckt.

2019 wurde beispielsweise der Baulandvertrag mit einem Eigentümer für das geplante Neubaugebiet Dietersheim-West von Eching kommend geschlossen. Im Herbst 2025 wurde der Siegerentwurf für den Bebauungsplan gekürt, den wir nun detailliert ausarbeiten lassen. Auch dieses Projekt erstreckt sich somit über mindestens drei Wahlperioden.

Insgesamt wurden während meiner Amtszeit 78 Bauparzellen im Echinger Wohnbaulandmodell vergeben. Für das ebenfalls geplante Neubaugebiet Dietersheim Südwest wurden auch bereits 2005 die Baulandverträge geschlossen und es wurde unter meinem Vorgänger über zehn Jahre lang ein falsches Umlegungsverfahren forciert, sodass am Ende ein Grundstückseigentümer erfolgreich vom Vertrag zurücktreten konnte, mit der Folge, dass alle anderen Verträge auch schwebend unwirksam wurden.

Ich hatte 2018 direkt nach Bekanntwerden ins korrekte Umlegungsverfahren umgeschwenkt, leider zu spät, um die Verträge und damit das Baugebiet noch zu retten. Nach einem sechs Jahre andauernden Rechtsstreit sind wir nun auf dem Weg, dass wir dieses Gebiet wiederbeleben.

Zusammenfassend: Ja, ich habe 2016 bereits bestehende Verträge und Planungen übernommen, erbte damit aber auch viele Altlasten, die es zu bereinigen galt. Die Baureife für alle vier o.g. Neubaugebiete wurde erst während meiner Amtszeit erreicht: Umlegungsvereinbarungen, Satzungsbeschlüsse der Bebauungspläne und Erschließungsarbeiten.

8. Kein Echinger See:

Verstehen Sie die Ironie nicht oder wollen Sie diese nicht verstehen? Ohne Humor wäre das Leben doch traurig, oder? Die Badetreppe und die Einstiegshilfe hatte ich seit Jahren mit dem Erholungsflächenverein besprochen und geplant. Es fand auch ein Ortstermin mit dem Behindertenbeauftragten des Landkreises statt und mit dem Sozialreferenten des Gemeinderats. Diese können Ihnen meine Initiative bestätigen.

9. Kommunaler Wohnungsbau:

Dieses Thema darf ich mir schon zu einem großen Teil auf die eigene Fahne schreiben, denn auch das war mein Versprechen und ich habe es umgesetzt. Natürlich ist es korrekt, dass nicht nur ich für bezahlbaren Wohnraum bin, sondern alle Gemeinderatsmitglieder, zum Glück.

Wie viele Wohnungen hat die Gemeinde in 18 Jahren CSU unter meinem Vorgänger gebaut? Meines Wissens nur die beiden Wohnungen im Echinger Feuerwehrhaus, oder? Insgesamt hat die Gemeinde viel zu wenige eigene Wohnungen: 24 sozialgebundene und 25 frei finanzierte Wohnungen.

Aktuell befinden sich 33 neue Wohnungen im Bau, damit wird der Bestand an frei finanzierten Wohnungen mehr als verdoppelt. Dass wir sowohl für den Wohnungsbau an der Pommernstraße als auch für die Wohnungen in der KiTa Eching-West rund 35 % Förderung durch den Freistaat erhalten, ist schon zum großen Teil meiner Initiative zu verdanken: Ich habe das Förderprogramm für die Gemeinde beantragt und jahrelang dafür gekämpft, zuletzt auch medial wirksam und erfolgreich, wie Sie meinem Interview im BR aus Juli 2025 entnehmen können.

Und ja, der kommunale Wohnungsbau ist nicht meine alleinige Leistung, diesen Beschluss haben wir als Gemeinderat gemeinsam gefasst. Das freut mich und ist doch toll, oder, liebe CSU-Fraktion?

10. Radweg nach Garching:

Einige Grundstücke für den Bau dieses Radwegs wurden bereits unter meinem Vorgänger von der Gemeinde erworben, aber nicht alle. Ich habe für ein Schlüsselgrundstück nördlich des Kieswerks ein kompliziertes Enteignungsverfahren geerbt, das ich durch geschickte und partnerschaftliche Verhandlungen mit dem Eigentümer beenden konnte, indem wir uns auf einen Grundstückstausch geeinigt haben, dem der Gemeinderat zugestimmt hat.

Ohne dieses Grundstück wäre der Radweg nicht gebaut worden, denn eine finanzielle Förderung des Freistaats erhält man sinnvollerweise nur für einen durchgehenden Radweg.

11. Freizeitanlage Günzenhausen:

Diese Anlage wurde unter meiner Amtszeit initiiert, geplant und umgesetzt. Und ja, die Planung habe nicht ich mir allein im stillen Kämmerlein überlegt, sondern wir haben die Bürgerinnen und Bürger und die Vereine in Günzenhausen eingebunden – ein tolles Gemeinschaftsprojekt und eine Bereicherung für das Ortsleben.

Der Multifunktionssportplatz im Zentrum der Anlage war übrigens eine Idee der Jugendlichen im Rahmen des ersten Bürgerhaushalts 2018. Aber stimmt, den Bürgerhaushalt hat ja auch ein anderer eingeführt, wer nochmal schnell?

Sie treffen den Nagel am Ende Ihres Artikels auf den Kopf: „Eching verdient eine Politik, die nicht behauptet, sondern liefert.“ Dem schließe ich mich voll und ganz an und verweise auf die oben ausgeführten elf Punkte. Denn im Mittelpunkt stehe nicht ich, steht nicht eine einzelne Fraktion oder Partei, im Mittelpunkt steht Eching, stehen die Bürgerinnen und Bürger.

Am Ende ist es doch völlig unerheblich, wer etwas initiiert hat, sondern dass es umgesetzt wird. Wenn Sie das genauso sehen, dann lassen Sie uns doch künftig mehr miteinander und weniger gegeneinander arbeiten! Mein Angebot steht und ich glaube, die Echingerinnen und Echinger würden das sehr begrüßen.

Sebastian Thaler

Ein Lesermail

  1. Sehr geehrter Herr Thaler,

    Sie schreiben:

    Punkt 7. Baugebietsausweisungen unterliegen grundsätzlich einem langen Genehmigungsprozess, auch der neue „Bauturbo“ wird daran wenig ändern. Es ist daher üblich, dass sich eine Baulandausweisung über mehr als sechs Jahre, also über mehr als eine Wahlperiode erstreckt.

    Außerdem wird in Ihrem Schreiben ein falsches Umlegungsverfahren erwähnt.

    Dann erwähnen Sie noch die neuen Vergaberichtlinien von 2023.

    Für die Grundstücksverteilung gibt es öffentlich einsehbare Regeln.

    Wo sind die Regeln, an die sich die Gemeindeverwaltung hält, beim Erstellen von Bauland?

    Ah, die sind geheim und zu kompliziert, dass es die Bürger verstehen würden.

    Chefsache eben, ja verstehe.

    Mir kommt es vor, dass Grund und Boden rar wird. Ist wie bei den Bodenschätzen auch. Da dauert es eben, bis man den Grundstückseigner so weich geklopft hat, dass er sein Grundstück, das eh nichts wert ist, endlich ins Umlegungsverfahren gibt. Da muss man schon 2 Wahlperioden investieren.

    Gäbe es jetzt schon einen Ortsentwicklungsplan, ginge alles sehr viel schneller. Ortsentwicklungsplan Fehlanzeige.

    In der Weltpolitik scheint das nicht anders zu sein, die Resourcen werden knapp.

    §47 habe ich ja schon erwähnt beim letzten Kommentar: erst finaler Bebauungsplan, dann Umlegeverfahren.

    Hier § 58 Verteilung nach Flächen
    (1) Geht die Umlegungsstelle von dem Verhältnis der Flächen aus, hat sie von den eingeworfenen Grundstücken unter Anrechnung des Flächenabzugs nach §55 Absatz 2 einen Flächenbeitrag in einem solchen Umfang abzuziehen, dass Vorteile ausgeglichen werden, die durch die Umlegung erwachsen.
    Der Flächenbeitrag darf in Gebieten, die erstmalig erschlossen werden, nur bis zu 30 vom Hundert, in anderen Gebieten nur bis zu 10 vom Hundert der eingeworfenen Fläche betragen. Die Umlegungsstelle kann statt eines Flächenbeitrags ganz oder teilweise einen entsprechenden Geldbeitrag erheben.
    Soweit der Umlegungsvorteil den Flächenbeitrag nach Satz1 übersteigt, ist der Vorteil in Geld auszugleichen.
    (2) Kann das Grundstück nicht in gleicher oder gleichwertiger Lage zugeteilt werden, so sind dadurch begründete Wertunterschiede in Fläche oder Geld auszugleichen.
    (3) Für die Bemessung von Geldbeiträgen und Ausgleichsleistungen sind die Wertverhältnisse im Zeitpunkt des Umlegungsbeschlusses maßgebend.

    Man nimmt den Einheimischen zu großen Teilen ihr Grundstück weg und verteilt es an Nahestehende. Das nennt sich dann Einheimischen-Modell.

    Georg Fütterer

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