Nach jahrelanger Standortsuche für einen neuen Gemeindebauhof hat sich der Gemeinderat nun doch gegen einen Neubau entschieden. Die Service-Einrichtung inclusive des Wertstoffhofes soll am angestammten Platz generalüberholt werden.
Die Maßnahme ist auf drei bis vier Jahre angelegt, erwartet werden Kosten von etwa fünf Millionen Euro. Losgehen soll es noch heuer, im Etat sind bereits 1,25 Millionen Euro für Baumaßnahmen vorgesehen.
Diese erste Etappe beinhaltet nun im wesentlichen den Bau einer neuen Lagerhalle auf dem Freigelände im Nordosten des Geländes, unmittelbar am Autobahndamm. Die Halle soll 40 auf 18 Meter groß werden und für Salz, Splitt, saisonale Geräte und als Materiallager genutzt werden.
Im März 2027 könnte sie nutzbar sein, so die Planungen im Rathaus. Als zweiter Bauabschnitt schließt sich dann der Abriss großer Hallebnkörper im Zentrum des Geländes an. Die frei werdende Fläche wird für eine weitere neue Halle mit geplanten 40 auf 22 Meter genutzt.
In Dort soll der Fuhrpark für die Großgeräte entstehen, Werkstatt mit Grube, Hebebühne und Hallenkran sowie Werkstattbüro, Waschhalle, Schlosserei, Reifen- und Ersatzteillager und sonstige Lagerflächen.
Zur Abrundung werden verbleibende Bauteile dann verbunden und die innere Struktur wie auch die Zufahrt neu geregelt. Mit dem Umbau wird die Anlage auch vergrößert und auf 30 Mitarbeiter ausgelegt; derzeit zählt der Bauhof 25 Beschäftigte.
Auch der Wertstoffhof wird umgekrempelt, allerdings ist hier eine Detailplanung noch nicht erfolgt, da die Abstimmung mit dem Landratsamt noch aussteht. 2026 soll mit diesem Teilstück auch noch nicht begonnen werden.
Komplettes Unverständnis zur neuen Planung am alten Platz äußerte im Gemeinderat einzig Georg Bartl. Über Jahrzehnte habe man regelmäßig gute Argumente gegen einen Verbleib an der Stelle gehört, erinnerte er. Für ihn sei daher dieser Standort „absolut nicht zukunftsfähig“. Bürgermeister Sebastian Thaler verwies freilich darauf, dass potentielle Ausweichflächen nicht erschwinglich oder nicht genehmigungsfähig gewesen seien.
Christoph Gürtner und Herbert Hahner forderten eine Vertagung der Baufreigabe, bis der Investitionsbedarf an der Grundschule Nelkenstraße abzusehen sei.

Erst dann könne man über Priorisierung und Höhe der einzusetzenden Mittel befinden.
Thomas Kellerbauer und Lena Haußmann hielten dagegen, dass angesichts der Defizite am Bauhof ein Aufschieben einfach nicht mehr vertretbar sei. Teilweise stehe sogar der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter in Frage.
Diese Ansicht setzte sich durch; mit 16:6 Stimmen wurde eine Vertagung verworfen. Mit 18:4 Stimmen billigten schließlich SPD, Grüne, vier Räte der CSU, Bürger für Eching, ÖDP und ein Rat der FW die Standortentscheidung und den Baubeginn gegen drei Stimmen der FW und eine der CSU.
(Die Grafiken der Gemeinde zeigen die geplante neue Halle/ob. und ein Luftbild des Bauhofgeländes mit dem Standort der neuen Halle in blau. Die Gebäude in grün sollen erhalten werden, die grau gezeichneten werden im zweiten Bauabschnitt abgerissen. Unten im Bild ist die Dietersheimer Straße, oben die Autobahn.)