Lesermail zur Zerstörung von Wahlplakaten

Sehr geehrter Herr Gerber,

normalerweise antworte ich nicht auf derartig polemische Mails, aber es sind schon wieder mehrerer Wahlplakate der Liste „Mega“ zerstört worden.

Ich versuche es einfach mal mit Galgenhumor. Eines hat der Wind zum Beispiel unter der unbeschädigten Folie nach unten heraus gezogen. Ein anderes hat der Wind abgerissen und dann zerknüllt darunter gelegt, obwohl eigentlich nur ein laues Lüftchen wehte. Übrigens blieben sämtliche in unmittelbarer Nähe befindlichen Plakate der anderen Listen unversehrt, trotz viel schlechterer Befestigung.

Das nächste wurde heute am helllichten Tag vom Wind abgerissen, obwohl heute überhaupt kein Wind weht und es mit ca. 20 Tackerklammern befestigt war. Ich könnte gern weitere Beispiele nennen.

Das hat auch nichts mit Opferrolle zu tun, oder dass immer mal wieder Plakate aller Listen beschädigt werden, sondern einfach mit zahlreichen Straftaten, die überwiegend gegen unsere Liste erfolgen. Die Angst vor „Mega“ muss schon sehr groß sein, dass unsere Plakate derartig vehement und wiederholt Ziel von Zerstörung werden.

Aber ich kann Ihnen versichern, das wird den demokratisch gesinnten Wähler nicht davon abhalten, für Eching zu votieren und für „Mega“ abzustimmen – ganz im Gegenteil.

Wolfgang Müller

2 Lesermails

  1. Herr Müller,

    eine mögliche Erklärung für das Verschwinden von Wahlplakaten könnte sein, dass die EchingerInnen Thalers Konterfei und die von ihm gegründete Wählergruppe einfach satt haben.

    Die zahlreichen Negativschlagzeilen über die Meinwohl-Aktivitäten unseres Rathauschefs über die Jahre hinweg wurden begleitet von Mängeln bei Sacharbeit und eine eigenwillige Rechtsauffassung, welche die demokratischen Grundwerte mit Füssen zu treten schien. Es dauerte nicht umsonst mehrere Jahre, bis unser Noch-Bürgermeister endlich das vom Landgericht Landshut gesprochene Urteil akzeptierte. Bleibt noch abzuwarten, wie die weiteren gegen ihn anhängigen Verfahren ausgehen werden.

    Wozu braucht Eching einen wegen Untreue vorbestraften Bürgermeister und die von ihm gegründete alternative Wählergruppe in Eching? Um den Traum von einem Neustart in Eching Wirklichkeit werden zu lassen, bedarf es weder Thaler im Bürgermeisteramt noch „Mega“ im Gemeinderat.

    Ingrid Brandstetter

  2. Zitat: „Aber ich kann Ihnen versichern, das wird den demokratisch gesinnten Wähler nicht davon abhalten, für Eching zu votieren und für „Mega“ abzustimmen – ganz im Gegenteil.“

    Sehr geehrter Herr Müller,

    Ihren Schlagabtausch mit Herrn Gerber wg. den beschädigten „Mega“-Wahlplakaten verfolge ich mit Interesse.

    Bei Ihrem letzten Satz begehen Sie m. E. aber einen Gedankenfehler: Alle Wählerinnen und Wähler, die am 8. März ins Wahllokal gehen oder ihre Stimme per Briefwahl abgeben, sind grundsätzlich demokratisch gesinnt und sich ihrer Verantwortung für die Gemeinde bewusst.
    Einen kausalen Zusammenhang zwischen der Stimmabgabe „für Eching“ und „für Mega“ sehe ich nicht.

    Sind die anderen Parteien, die Bewerber für das Bgm.-Amt und GR-Sitze ins Rennen schicken, etwa keine demokratischen Parteien?

    Ich habe angesichts der am 22.12.25 erstmals durchgeführten, bekanntermaßen juristisch anfechtbaren und deshalb am 02.01.26 wiederholten „Mega“-Aufstellungsversammlung im „Lokitos“ in Dietersheim allerdings erhebliche Zweifel, ob die von Ihnen stark beworbene neue politische Gruppierung rund um (Noch-)Bürgermeister Sebastian Thaler überhaupt basisdemokratisch ist: Weder Thaler noch die GR-Kandidaten von „Mega“ hielten es für nötig, sich vor der jeweiligen Nominierung beim Publikum vorzustellen und eigene Gedanken vorzutragen, warum sie überhaupt für „Mega“ kandidieren und wie sie den Ort in den kommenden 6 Jahren gestalten wollen.

    Das erwarte ich schon von der neuen politischen Gruppierung „Mega“, die für sich in Anspruch nimmt, miteinander Eching gestalten zu wollen.

    MfG
    Guido Langenstück

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