Bruno Jonas: „Klappe halten“
Mitten in der Zeitenwende wird Jonas eine Rolle angeboten. Er soll in einer Filmsatire mit dem Titel „Herzlos“ den Chefredakteur eines vielbeachteten Leitmediums spielen. Nach der Lektüre des Drehbuchs kommt Jonas empört auf die Bühne und beginnt sein neues Programm mit dem Ausruf: „Dieses miese Arschloch kann ich nicht spielen! Das hat mit Satire nichts zu tun.“
Jonas weiß nicht, ob er geistig noch optimal eingestellt ist. Er sieht sich als Abweichler und leidet darunter. „Hab ich noch die vorgeschriebenen Ängste?“ fragt er sich. Die Angst vor dem Weltuntergang ist bei ihm bedauerlicherweise noch im grünen Bereich. Der Gedanke an einen energiepolitischen Blackout mit mehrjähriger Dunkelflaute dagegen macht ihm seltsamerweise Angst.
Auch beschleicht ihn zunehmend eine diffuse Angst, wenn in der sich `transformierenden Gesellschaft` eine neue, vermeintlich woke Spitzelmentalität auf dem Vormarsch ist, mit deren Hilfe die Demokratie gerettet werden soll. Der Glaube an den Osterhasen und die Auferstehung scheint ihm hingegen plausibler zu sein als die Verwirklichung eines europäischen GuteGrenzkontrollen FachkräfteEinwanderungsBürokratieabbauGesetzes.
7.05.2026, 20:00 Uhr
Bürgerhaus
Eintritt: 34,00 €, ermäßigt: 31,00 €