Wir schießen hier nicht gegen andere. Wer hier ständig angegriffen wird, ist unser Bürgermeister, Herr Thaler. Er wurde gewählt, demokratisch gewählt.
Nur weil es Ihnen nicht passt. Hören Sie auf mit den Anschuldigungen. Schauen sie doch mal, was er erreicht hat. Schuldenberg, Tennishalle, Brunnen etc., das sucht Seinesgleichen.
Wer immer die Wahl gewinnt, sollte von den Bürgern unterstützt werden, nur das bringt Eching voran. Wir, die Bürger, müssen gemeinsam arbeiten. Füreinander und miteinander. Alle für alle und alle für alle.
Wir schaffen das. Eching schafft das. Mit oder ohne Thaler, mit oder ohne Erb.
Wir müssen uns zusammentun und gemeinsam anpacken. Das Gehetze gegeneinander muss endlich aufhören. Daran ist nicht Thaler schuld, daran ist nicht Erb schuld oder Wende. Es liegt an uns, was wir daraus machen.
Das musste jetzt mal gesagt werden.
Markus Hösl
Herr Hösl,
bei allem Respekt, ich lese die Diskussion schon länger mit und es ist sehr ehrenvoll, wie Sie den Bürgermeister Thaler trotz seiner Ausfälle verteidigen. Aber einen Brunnen als etwas Besonderes zu betiteln, ist schon sehr hoch gegriffen.
Z. B. der Bürgermeister von Unterschleißheim hat Vieles geschafft, das man tatsächlich als „besonders“ betiteln könnte. Dazu gehört übrigens auch ein Trinkbrunnen, der bereits vor Jahren im Valentinpark installiert wurde.
Nach dem Weggang von Microsoft haben sich dutzend andere Firmen, u. a. BMW angesiedelt. In den ehemaligen Büros von EADS sind Ärzte und eine Radiologie untergekommen. Die gab es im gesamten Landkreis nicht.
Daran sollte sich ein Bürgermeister messen und nicht an einer Tennishalle, Radständern oder einem Brunnen. Ich möchte hier nichts unterstellen, aber diese „Errungenschaften“ haben alle mit Thalers Hobbys zu tun.
Herr Hösl,
Ihrem Eröffnungsplädoyer, Herr Thaler wurde demokratisch gewählt, stimme ich uneingeschränkt zu. Die Weichen für den Abbau des von Ihnen angesprochenen Schuldenbergs wurden noch von Thalers Amtsvorgänger Riemensberger gestellt, indem Grundschulden, die aufgenommen wurden, um u. a. den Autobahnanschluss an die A 92, die Musikschule, die Tiefgarage im ASZ und die Schaffung von Kinderbetreuungsstätten zu finanzieren, auf Ratenkredite umgestellt wurden. Deren regelmäßige Bedienung führte letztlich zu einem Abbau des Schuldenbergs, ohne dass Thaler auch nur das Geringste dafür getan hat.
Auch der Wiederaufbau der Tennishalle nach dem Brand musste von der Gemeinde mit mehr als 1 Mio. € bezuschusst werden, da das abgebrannte Gebäude bei der Brandschutzversicherung unterversichert war.
In Ihrer Auflistung über Thalers Leistungen vermisse ich das Echinger-See-Theater mit ihm als Hauptdarsteller und dessen Finanzierung aus der Gemeindekasse, was ihm letztlich eine Vorstrafe wegen Untreue bescherte.
Auch durch Vetternwirtschaft machte er von sich reden durch Vergabe öffentlicher Aufträge an seinen Schwager unter Umgehen des Ratsgremiums. Abgerundet wurde das Ganze durch den privaten Kauf einer Immobilie von einem hochbetagten ASZ-Bewohner kurz vor dessen Tod aus dem Nachlass der Gemeinde zum Schnäppchenpreis.
Auch der Kauf des Huberwirts war für die Gemeinde ganz schön teuer. Für die Finanzierung dieser Investition wurden über 50 % der unter Riemensberger gebildeten Rücklagen in Höhe von 9 Mio. € eingesetzt und steigende Verwaltungs- und Instandhaltungskosten belasten seitdem regelmäßig die Gemeindekasse und damit die Echinger SteuerzahlerInnen, ohne dass die auch nur den geringsten Nutzen davon haben.
Nachdem es der Gemeindeverwaltung nicht gelungen ist, einen Pächter für den Huberwirt zu finden, ist mittlerweile die Betriebserlaubnis erloschen und das Gebäude bedarf einer Generalsanierung, bevor es erneut in Betrieb genommen werden kann. Für die Generalsanierung sind im laufenden Gemeindehaushalt Plankosten in Höhe von 2,4 Mio. € vorgesehen, wobei Zuschüsse von etwa 60 % bei diesem Betrag bereits berücksichtigt sind. Das sucht wirklich Seinesgleichen.
Ganz zu schweigen von den Arbeitsplätzen höherer Wertschöpfung, die Thaler vor Ort durch Ansiedelung von der TU ausgegliederter Start-Ups schaffen wollte. Während die Gemeinde in 2014 noch mit 7379 sozialversicherten Beschäftigten aufwarten konnte, waren es in 2024 nur noch 6811 und damit weniger als in 2011. Was sagt denn das über die Effizienz der von Thaler ins Leben gerufenen Wirtschaftsförderung aus, wenn in einem Zeitraum von etwa 10 Jahren mehr sozialversicherungspflichtige Jobs verschwinden als entstehen?
Wie effizient ist eine Gemeindeverwaltung, für deren Deckung der Betriebsausgaben laufend Zuschüsse vom Vermögens- zum Verwaltungshaushalt notwendig sind? Auch im laufenden Haushaltsjahr ist wieder ein Zuschuss in Höhe von 1,5 Mio. € vom Vermögens- in den Verwaltungshaushalt vorgesehen.
In absehbarer Zeit ist das Vermögen der Gemeinde aufgebraucht und der Gemeinde droht eine Neuverschuldung, um Verwaltungshaushalt und Investitionen stemmen zu können. Das wurde auch bereits von der Kämmerin Andrea Jenssen anlässlich einer Gemeinderatssitzung im Herbst letzten Jahres angekündigt.
Wenig effizient war auch die Integration der kommunalen Wohnungsbauaktivitäten in den Kernhaushalt der Gemeinde. Ganz zu schweigen von der von Thaler entfachten kontraproduktiven Diskussion über Erbpacht, wogegen sich die Bürgerschaft mit Hilfe eines von den Freien Wählern initiierten Bürgerentscheids erfolgreich zur Wehr setzte. Leider verzögerte sich dadurch das Vergabeprozedere so lange, dass der mittlerweile erfolgte Zinsanstieg potenziellen Interessenten einen Strich durch die Rechnung machte, sodass sie ihren Traum vom Eigenheim begraben konnten.
Unter Berücksichtigung dieser Fakten relativiert sich die Anschaffung der von Ihnen erwähnten Brunnen. Sind sie doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein und unter Berücksichtigung der Folgekosten langfristig auch relativ unwirtschaftlich. Nachhaltiger und verantwortungsvoller Umgang mit dem Vermögen und Geld der Gemeinde sieht anders aus.
Ingrid Brandstetter
Lieber Herr Hösl,
ich bin ganz bei Ihnen. Aber bitte machen Sie sich nicht geringer, als Sie sind.
Wie ich bereits geschrieben hatte, sagen akademische Titel nichts über einen Menschen aus.
Sie werden es nicht schaffen, sich gegen unsere narzisstischen Echinger Gutbürger zu erwehren.
Liebe Grüße aus Dietersheim
Sylvia Käsemann-Wilke
Was seid ihr für Menschen.
Nicht jeder hat eure Bildung. Ja, ich bin nicht so gut im Schreiben. Ja, ich saß mal im Knast.
Aber das macht mich nicht zu Abfall. Überlegt mal, wie ihr menschen behandelt, nur weil ich nicht deiner Meinung bin.
Sehr geehrter Herr Hösl,
niemand wird wegen seiner Vergangenheit oder seiner Ausdrucksweise herabgesetzt. Darum geht es nicht.
Es geht um die Frage, welche Maßstäbe wir an öffentliche Ämter anlegen. Ein Bürgermeister trägt besondere Verantwortung für Vertrauen, Vorbildfunktion und den Umgang mit öffentlichen Mitteln.
Kritik an einem Amtsinhaber ist kein „Hetzen“, sondern Teil demokratischer Auseinandersetzung. Gerade, wer Transparenz und Integrität einfordert, handelt nicht gegen die Gemeinde, sondern im Interesse der Bürger.
Demokratisch gewählt zu sein, bedeutet nicht, von Kritik befreit zu sein. Besonders, wenn ein Amtsträger und Bürgermeister wegen Untreue vorbestraft ist und die eigene Gemeinde Eching ihn vor dem Verwaltungsgericht München auf Rückzahlung mehrerer zehntausend Euro verklagt.
Mit freundlichen Grüßen – Torsten Wende
Werter Herr Hösl,
ihre Zuschrift hat feine humoreske Züge und wir haben Ihr schriftstellerisches Talent tatsächlich unterschätzt.
Bei der Aufzählung von Thalers Verdiensten haben Sie natürlich das Lastenrad und die Hundeklos vergessen. Schuldenberg stimmt.
Ihre Aufforderung „Alle für alle und alle für alle“ ist eine interessante Variation einer bekannten Parole.
Dass, wie Sie schreiben, dies jetzt mal gesagt werden musste, stellen wir in Abrede.
Beste Grüße in die Oberpfalz.
Annette und Dr. Andreas Erb