Gemeinderat wird radikal erneuert

Die Gewinner der Bürgermeisterwahl haben auch ihre Parteien im Gemeinderat mitgezogen. Die CSU gewann mit 29,4 Prozent der Stimmen einen Sitz gegenüber 2020 hinzu und ist jetzt mit sieben Sitzen stärkste Fraktion. Die FW (im Bild ihre Wahlparty am Sonntag) verbesserten sich auf 25 Prozent und holten damit zwei Sitze mehr als vor sechs Jahren.

Die neue Gruppierung „Mega“, die Wahlgruppe des amtierenden Bürgermeisters Sebastian Thaler, erreichte aus dem Stand drei Sitze.

Die großen Verlierer sind die Parteien der damaligen „Bunten Koalition“, die 2016 und 2020 Thaler unterstützt hatten. Die Grünen verloren zwei Sitze auf nunmehr drei bei 14,8 Prozent der Stimmen, die SPD verlor ebenfalls zwei Sitze auf drei bei 10,6 Prozent und die gemeinsame Liste von „Bürger für Eching“, „Echinger Mitte“ und ÖDP erreichte mit 5,7 Prozent der Stimmen nur mehr einen Sitz statt bisher drei.

Die FDP behielt mit vier Prozent der Stimmen ihren einen Sitz.

Nach dem vorläufigen Endergebnis, das die Gemeinde gegen 0.30 Uhr veröffentlichte, bilden den künftigen Gemeinderat:

CSU: (Michael Steigerwald), Susanne Wehkamp, Bernhard Wallner, Heike Krauß, Manuel Wolff, Marco Stuckenberger, Benjamin Stepan, Christine Handschuh-Sidorow

FW: Christoph Gürtner, Otmar Dallinger, Claudia Steiger-Steininger, Florian Gerber, Wolfgang Nagl, Jessica Handschuh

Grüne: Eric Jacob, Angelika Pflügler, Ulrike Friedrich

„Mega“: Sebastian Thaler, Lena Rehbach, Stefan Oberhuber

SPD: Julian Morgenroth, Peggy Spirk, Vincent Blank

BfE/EM/ÖDP: Manfred Wutz

FDP: Irena Hirschmann

Nachdem Michael Steigerwald die Stichwahl zum Bürgermeister gewonnen hat, zog für die CSU Christine Handschuh-Sidorow in den Gemeinderat ein. Sollte der abgewählte Bürgermeister Sebastian Thaler sein Mandat als Gemeinderat nicht antreten, würde für ihn von „Mega“ Wolfgang Müller nachrücken.

Mit Susanne Wehkamp, Manuel Wolff, Marco Stuckenberger, Benjamin Stepan, Christine Handschuh-Sidorow, Claudia Steiger-Steininger, Florian Gerber, Wolfgang Nagl, Jessica Handschuh, Eric Jacob, Ulrike Friedrich, Lena Rehbach, Stefan Oberhuber und Peggy Spirk sind 14 Gemeinderäte neu, also mehr als die Hälfte.

Und statistisch ist auch Sebastian Thaler neu, da er bislang nicht dem Gemeinderat angehörte, sondern als Bürgermeister amtierte. Irena Hirschmann ist aktuell nicht im Gemeinderat, hat ihm aber bis 2020 schon mehrfach angehört.

Mit Georg Bartl, Thomas Kellerbauer (beide CSU), Lena Haußmann, Siglinde Lebich, Axel Reiß (alle Grüne), Gabriele Wucholt (SPD) und Michaela Holzer (BfE) waren sieben amtierende Gemeinderäte aus freien Stücken nicht zur Wiederwahl angetreten.

Kerstin Rehm (CSU), Josef Riemensberger, Oliver Schlenker, Thomas Stüwe (alle FW), Leon Eckert (Grüne), Esma Gelis, Herbert Hahner (beide SPD), Markus Hiereth (ÖDP) und Heinz Müller-Saala (FDP) waren zur Wiederwahl angetreten, schafften aber den erneuten Einzug ins Gremium nicht.

Damit ist nur ein Drittel des amtierenden Gemeinderats im Amt bestätigt worden – eine derart große Fluktuation gab es in der jüngeren Vergangenheit noch nie.

Die aktuelle Sitzverteilung weicht vom Wahlergebnis 2020 ab, da Josef Riemensberger in der Mandatsperiode von CSU zu FW gewechselt war; 2020 hatte die CSU sechs Sitze errungen, die FW vier.

(hierzu einige Gedanken)

(update 23.03.: Der Text wurde nach der Stichwahl um die davor enthaltenen Eventualitäten bereinigt, die abhängig vom Wahlausgang der Bürgermeisterwahl waren.)

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