Der Freisinger Landrat wird in einer Stichwahl zwischen Amtsinhaber Helmut Petz (FW) und Susanne Hoyer (CSU) ermittelt. In Eching schnitt Hoyer mit 34,4 Prozent dabei etwas besser ab als in der Landkreissumme (32,3 Prozent), Petz mit 22,1 Prozent deutlich schlechter als in Summe (27,8 Prozent).
Der Bundestagsabgeordnete Leon Eckert (Grüne), der seinen Wiedereinzug in den Gemeinderat nicht geschafft hat, ist im Kreistag wiedergewählt worden. Damit ist Eckert der einzige Kreisrat aus Eching – ein groteskes Missverhältnis.
Die viertgrößte Kommune im Landkreis mit acht Prozent der Einwohner – und eher mehr Anteil an den Umlagezahlungen der Gemeinden ans Landratsamt – stellt einen von 70 Kreisräten und damit 1,4 Prozent. Selbst ohne Berücksichtung der Einwohnerzahl müsste Eching als eine von 29 Kommunen ein Neunundzwanzigstel des Kreistags stellen und das wären 2,4 Kreisräte.
„Am nächsten dran“ ist noch Esma Gelis. Die bisherige Gemeinderätin der SPD ist auf der Kreistagsliste der Genossen auf Rang acht gelandet, das wäre Stand jetzt die dritte Position auf der „Warteliste“ zum Nachrücken.
Auch der künftige Echinger Bürgermeister ist definitiv nicht im Kreistag vertreten. Sowohl Michael Steigerwald als auch Christoph Gürtner landeten bei CSU und FW jeweils weit abgeschlagen im hinteren Bewerberfeld.
Mit Bürgermeister Joachim Enßlin (SPD) hatte Eching jahrelang im Kreistag den wirkmächtigen Antipoden des damaligen Landrats Ludwig Schrittenloher (CSU) gestellt. Bürgermeister Josef Riemensberger (CSU) gehörte stets dem innersten Zirkel im Landratsamt, dem Kreisausschuss, an und kandidierte einmal sogar vergebens als Landrat. Und auch Bürgermeister Sebastian Thaler saß für die SPD im Kreistag und da lange im Kreisausschuss.