Mit dem neuen „Isar Valley“ von Dietersheim soll es in einer ersten Etappe nun losgehen. Für das geplante Gewerbegebiet am südlichen Ortsrand hat der Planungsausschuss des Gemeinderats nun einstimmig Baurecht für rund 15.000 Quadratmeter ins Genehmigungsverfahren geschickt.
Das „Isar Valley“ soll nach Wunsch der Gemeinde „hochwertige Gewerbebetriebe aus dem Bereich der Hochtechnologie“ aufnehmen. Angesichts des einen Steinwurf entfernten Garchinger Forschungscampus ist dabei speziell gedacht an „Ausgründungen und StartUps aus dem universitären Umfeld der TU München“.
Dort neu gegründeten Firmen steht zwar im Campus ein Entrepreneurship-Center oder das „Gate (Garchinger Technologie- und Gründerzentrum)“ zur Verfügung, nach der unmittelbaren Startphase aber müssen sie den Campus meist verlassen. „Genau hier will Eching ansetzen“, heißt es in der Darstellung aus dem Rathaus, „und diese meist hochprofitablen Wachstumsunternehmen frühzeitig in die Gemeinde holen, ihnen eine Entwicklungsperspektive bieten und mittel- bis langfristig an deren Erfolg finanziell partizipieren durch Gewerbesteuereinnahmen“.
Das bislang aus zwei Gebäuden bestehende Gewerbegebiet im Süden von Dietersheim soll dazu in mehreren Bauabschnitten nach Süden und nach Westen erweitert werden. Die entsprechende Flächennutzungsplanänderung für 7,3 Hektar ist bereits im Verfahren.
Für eine erste Etappe aus zwei Grundstücken ist nun auch die konkretere Bebauungsplanung gestartet. Die Gemeindegrundstücke zwischen dem bestehenden Gewerbegebiet und der geplanten Erweiterung werden eingebracht. Die Ortsrandeingrünung, für die sie mal gedacht waren, wird nach Süden verschoben. Zur Erschließung wird der Salbeiweg nach Süden verlängert.
Die Planung soll zudem die Option zur Ansiedlung eines Supermarkts beinhalten, allerdings nicht als Solitär mit ausladenden Parkflächen, sondern im Erdgeschoss eines potentiellen Bürogebäudes. Lena Haußmann lehnte diese Zusatzoption im Ausschuss ab. Dietersheim sei in einem Radius von fünf Kilometern mit acht Vollsortimentern ausgestattet, da sei in derm geplangten Gewerbegebiet „der Platz zu wertvoll“ dafür. Als Möglichkeit soll die Ansiedlung aber in den Plänen bleiben.
Debatten gab es außerdem um die Bezeichnung des Gewerbegebiets.
mit einem Lesermail von Thomas Alf: Lesermail zum Artikel „Startsignal für ‚Isar Valley‘“