Es freut mich, dass Herr Bachhuber offensichtlich zur selben Einschätzung kommt wie ich, dass Herr Thaler die 2.537 Wähler, die ihm am 8. März ein Gemeindratsmandat erteilt haben, getäuscht hat (siehe meine Lesermail vom 24.04.).
Es liegt mir fern, hier Küchenpsychologie zu betreiben, aber eins darf festgestellt werden: Es war Sebastian Thaler, der Tod und Teufel in Bewegung gesetzt hatte, damit die von ihm gegründete „Mega“-Gruppierung für den neuen Gemeindrat überhaupt antreten darf (die dafür notwendigen mindestens 180 Unterstützerunterschriften hat „Mega“ bekanntlich locker erreicht).
Festzuhalten ist, dass Herr Thaler die mit Abstand meisten Stimmen für ein „Mega“-Gemeinderatsmandat und dass seine Gruppierung insgesamt 3 Gemeinderatsmandate von der Wählerschaft bekommen hat.
Einmal unterstellt, dass Herr Thaler oder Mitglieder seiner Familie nicht schwer erkrankt sind (gestern Abend machte er bei der letzten, von ihm geleiteten Sitzung des alten Gemeinderats noch einen putzmunteren Eindruck), ist es m. E. von ihm charakterlos, dass er sein GR-Mandat nicht antritt.
Da motiviert er erst 11 andere Leute (u. a. seine Frau und seine Schwester), für „Mega“ zu kandidieren, aber jetzt, wo es für ihn ernst wird, macht er sich einen schlanken Fuß.
Es darf gespannt abgewartet werden, ob die gewählten „Mega“-Kandidat:innen Lena Rehbach, Stefan Oberhuber und Thalers Nachrücker Wolfgang Müller bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung am 19. Mai überhaupt erscheinen und sich vereidigen lassen. Spätestens dann wissen wir, ob „Mega“ eine reine Luftnummer war oder nicht.
Guido Langenstück
mit einem Lesermail von Thomas Alf: Lesermail zum Artikel „Thaler verweigert den Gemeinderat“