Mit der Gemeinderatssitzung am Dienstag ist für den Gemeinderat die Wahlperiode 2020-2026 zu Ende gegangen. Der Übergang zum neuen Gemeinderat, formal am 1. Mai, bringt nun eine enorme Zäsur: 16 Gemeinderäte werden das Gremium verlassen, zwei Drittel des Rats.
In einem kurzen Rückblick würdigte der ebenfalls scheidende Bürgermeister Sebastian Thaler, das Gremium habe „die Zeit genutzt“ und „was bewegt für die Gemeinde“. Man übergebe den Nachfolgern „eine gesunde Gemeinde“.
Thaler erinnerte an den Start in die Wahlperiode – „2020 mit Masken im Bürgerhaus“. Das sei „etwas gespenstisch“ gewesen. Nach Abklingen der Corona-Pandemie sei das Gremium von Preissteigerungen im Energie- und Baubereich im Gefolge des russischen Angriffs auf die Ukraine getroffen worden.
Dennoch habe man „quasi jedes Jahr ein Gebäude eröffnet“, erinnerte er an die Fertigstellung des Rathausumbaus 2021, den Wiederaufbau der Tennishalle bis 2022 und den Neubau des Günzenhausener Feuerwehrhauses bis 2024. „Da können wir uns schon auf die Fahnen schreiben, dass wir das alles durchgezogen haben“, betonte er.
Allerletzter Arbeitseinsatz für eine Handvoll Gemeinderäte ist nun am Mittwoch noch eine Sitzung der Jury über die Gestaltung des Bürgerplatzes. Auch der Neubau von Gemeindewohnungen an der Primelstraße und einer weiteren Kindertagesstätte an der Hollerner Straße sei bereits eingeleitet.
Siglinde Lebich, die aus dem Gemeinderat ausscheidet, bilanzierte die zwölf Jahre als „ereignisreich – spannend – gelegentlich erschütternd – anstrengend – lehrreich“. Herbert Hahner, der sich ebenfalls verabschiedete, verwies auf „durchaus ereignisreiche sechs Jahre“ und appellierte an die Nachfolger: „Gehen sie’s mit Mut und Zuversicht an!“
Die ausscheidenden Räte wurden mit Dankesurkunden und einem Präsent verabschiedet: (v. li.) Heinz Müller-Saala, Josef Riemensberger, Axel Reiß, Lena Haußmann, Oliver Schlenker, Gabriele Wucholt, Michaela Holzer, Georg Bartl, Thomas Stüwe, Siglinde Lebich, Markus Hiereth, Leon Eckert, Herbert Hahner, Bürgermeister Thaler, Thomas Kellerbauer sowie (nicht auf dem Bild) Esma Gelis und Kerstin Rehm.