Der abtretende Gemeinderat hinterlässt den Nachfolgern ein weiterhin üppig gefülltes Festgeldkonto und marginale Schulden. In der Jahresbilanz 2025 stand zwar in Summe ein Minus, aber der Griff in die Rücklagen fiel deutlich geringer aus, als dies befürchtet worden war.
Auch konnte der laufende Verwaltungsbetrieb einmal mehr aus den laufenden Einnahmen erwirtschaftet werden. In der Planung wird seit Jahren fast schon traditionell vorgesehen, dass auch für die täglichen Ausgaben Rücklagen benötigt würden; ebenso traditionell wird das vermieden.
Auch wenn 2025 nur 91 Prozent der erwarteten Einnahmen erreicht wurden, so wurden auch nur 88,5 Prozent der genehmigten Mittel ausgegeben. Entscheidend dabei war, dass 700.000 Euro an freigegebenen Personalkosten wegen unbesetzter Stellen oder Vakanzen nicht ausgegeben wurden und die Umlage an den Landkreis um eine Million Euro günstiger kam, als zunächst kalkuliert.
Die Gewerbesteuer fiel um 1,2 Millionen Euro geringer aus, als das mit der sehr hoffnungsfrohen Ansetzung von 15 Millionen Euro erwartet worden war. Dies wurde aber fast identisch kompensiert durch eine höhere Einnahme bei der Einkommenssteuerbeteiligung.
Im investigativen Bereich des Etats wurden lediglich 63 Prozent der genehmigten Kosten verbraucht, was hauptsächlich an anderen Verläufen im Baufortschritt bei diversen Projekten liegt, als erwartet worden war. So wurden statt der befürchteten 7,5 Millionen Euro nur knapp drei Millionen Euro aus den Rücklagen entnommen.
Zum Jahresende 2025 liegt der Rücklagenstand bei 20,8 Millionen Euro, der Schuldenstand ist mit ordentlicher Tilgung auf 3,1 Millionen Euro gesunken.
Unkenrufe gab es zur Verabschiedung der Jahresrechnung für die Nachfolger reichlich mit auf den Weg. „Der neue Gemeinderat muss strenger auf die Ausgaben schauen, als wir uns das geleistet haben“, mahnte Georg Bartl. Und Christoph Gürtner bilanzierte den Abschluss, dass man sich „mit Ach und Krach ins Plus geschleppt“ habe. Der neue Gemeinderat werde aber „deutlich straffer planen müssen“.