Lesermail zum Artikel „Kein Investitionsgeld für den Sport“

Für die Vereine ist es natürlich bedauerlich, aber die Schuld für nicht zugeteilte Förderungen beim Bund zu suchen, ist eher politisches Geplänkel.

Herr Eckert zeigt mit seiner Kritik, was in Deutschland nicht passt. Die Einstellung einiger zum Thema Wirtschaft und Finanzen und der Gedanke, dass man permanent auf Förderungen und Solidarausgleiche zurückgreift, ist mittlerweile fehl am Platz. Der Schalter ist aber wohl bei einigen in Berlin noch nicht gedrückt worden.

Eine verlässliche und dauerhafte finanzielle Ausstattung von Kommunen ist zuallererst Aufgabe der Kommune selbst. Dazu kommen dann die Rahmenbedingungen aus dem Bund, die es der Wirtschaft und den Bürgern ermöglichen sollen, durch das Erwirtschaften von Einnahmen steuerliche Abgaben leisten zu können, um die Kommune zu erhalten und zu entwickeln.

Eching hat seit vielen Jahren sehr wenig für die lokale Wirtschaft getan. Interessante Flächen für Gewerbetreibende gibt es kaum bis gar nicht. Die Außendarstellung der letzten Jahre war bestenfalls unterdurchschnittlich und hat Eching nicht attraktiver gemacht. Nur weil ein Gewerbegebiet „Isar Valley“ heißt, wird nicht gleich der finanzielle Wunschbrunnen aus dem Boden schießen.

In der letzten Bürgerversammlung wurde bereits darauf hingewiesen, dass der Gemeinde ca. 1 Mio. Euro an Gewerbesteuereinnahmen fehlen werden. Dies wurde noch vor Ort vehement von der Verwaltung und dem damaligen Rathauschef zurückgewiesen. Offiziell sind es jetzt 1,2 Mio. Euro.

Die neuen politischen Verhältnisse werden hoffentlich dazu beitragen, dass Eching sich wirtschaftlich wieder entwickelt und kleinere, kommunale Aufträge auch lokal vergeben werden, wenn diese nicht ausschreibungspflichtig sind.

Wichtig wird sein, neben dem Wohnraum auch weitere Möglichkeiten im Ort für Gewerbe, Handel und Handwerk zu schaffen und Synergien im Ort und Umland zu nutzen. Nur so wird sich eine Trendwende starten lassen.

Andreas Vierthaler

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