Seit dieser Woche hat der neue Bürgermeister Michael Steigerwald seine Arbeit im Rathaus aufgenommen. Eine Bekanntmachung mit seiner Unterschrift ging schon raus; Verwaltungskram…
Ansonsten habe er zunächst die aufgelaufenen Mails abgearbeitet, erzählt er. Eine erste Besprechung der Gemeinderatsfraktionen gab es am Dienstag, einen ersten Bürgermeisterkollegen hat er mit Benjamin Henn aus Hallbergmoos auch schon getroffen. Derzeit stellt sich Steigerwald nun den Abteilungen und Außenstellen der Gemeindeverwaltung vor.
In Seminaren und Workshops hatte er sich schon über mehrere Monate, noch vor seiner Wahl, auf das Amt eingestimmt. „Theorie ist das eine“, sagt er, „jetzt kommt die Praxis…“
Eine Amtsübergabe durch den scheidenden Vorgänger Sebastian Thaler sei „sehr überschaubar“ gewesen, berichtet Steigerwald; faktisch habe nichts dergleichen stattgefunden. Die bisherige Zweite Bürgermeister Axel Reiß, wiewohl jetzt nicht mehr im Gemeinderat, habe sich dafür Zeit genommen und dem Neuling einige Basics im Rathaus nahegebracht.
Die Akte Thaler ist gleichwohl im Rathaus noch nicht geschlossen. Die Verwaltungsklage der Gemeinde gegen ihren ehemaligen Bürgermeister ist immer noch anhängig. Der bisherige Dritte Bürgermeister Leon Eckert, der diesen Vorgang im Auftrag des Gemeinderats begleitete, wird die Materie kommende Woche an Steigerwald übergeben.
In der Gemeinderatsarbeit deutet sich an, dass die seit Jahrzehnten bewährten Strukturen der Ausschüsse und der Arbeitsabläufe unverändert bleiben. Diskutiert wurde wohl die Anfangszeit der Sitzungen, die vor wenigen Jahren vom „heiligen“ 19 Uhr unter großem Getöse auf 18.30 Uhr verlegt worden war; dabei soll es aber bleiben.
Die Gemeinderatsreferenten, die unter Thaler von der CSU stets abgelehnt und von ihr auch nicht besetzt worden waren, will Steigerwald beibehalten. Das sei „ein sinnvolles System, wenn es auch gelebt wird“, betont er.