Die Grünen und die „Bürger für Eching (BfE)“ bilden im neuen Gemeinderat eine gemeinsame Fraktion. Damit wolle man „Kräfte bündeln und die gemeinsamen Interessen in den kommenden sechs Jahren gezielt vorantreiben“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Gruppierungen.
„Wir haben in vertrauensvollen Gesprächen große inhaltliche Schnittmengen festgestellt“, sagt die neue Fraktionsvorsitzende der Grünen, Angelika Pflügler, über das Bündnis mit den BfE. Manfred Wutz, einziger Gemeinderat der BfE, betont, man habe „besonders bei Klima- und Umweltschutz das gleiche Ziel und bereits einige Anträge in Planung“. Auch für die Bürger- und Jugendbeteiligung wolle man gemeinsame Vorschläge zur Verbesserung und Erneuerung machen.
Vor sechs Jahren waren SPD, Grüne und die gemeinsame Fraktion aus BfE, „Echinger Mitte“ und ÖDP als informelle „Bunte Koalition“ angetreten. Damals waren BfE/EM/ÖDP mit drei Sitzen noch stark genug für eine eigene Fraktion.
Die „Bunte Koalition“ besagte nicht mehr als formlose Zusammenarbeit, hatte aber auf die Arithmetik von Postenvergaben oder Ausschussbesetzungen keine Auswirkung. Mit dem Zusammenschluss als Fraktion nun haben Grüne/BfE mit drei plus einem Sitz einen Sitz mehr als SPD und „Mega“ mit jeweils drei; je nach gewähltem Besetzungsmodus der Ausschüsse könnte sich das auswirken.
Zumindest hat Manfred Wutz, der das einzige verbliebene Mandat von BfE/EM/ÖDP hält, mit dem Zusammenschluss die Chance, überhaupt in Ausschüssen, Zweckverbänden oder anderen Gremien vertreten zu sein. Andreas Erb von der FDP, ebenfalls „Einzelkämpfer“, dürfte nach den üblichen Berechnungsmethoden dagegen nirgends zum Zuge kommen.