Man weiß bei dieser „Aktion” kaum, worüber man sich zuerst ärgern soll.
Ist es die ideologische Früherziehung, bei der man Grundschulkinder unter dem hübschen Etikett „Klimafrühling” auf Linie bringt, lange bevor sie sich ein eigenes Urteil bilden könnten? Sieben Schulen und Horte, eingespannt für eine politische Botschaft – das nennt man dann „Mitmach-Aktion”.
Ist es der inzwischen rituelle Kreuzzug gegen das Auto – jenes Verkehrsmittel, das Millionen Menschen überhaupt erst Arbeit, Mobilität und Unabhängigkeit ermöglicht und das man hier per Kinderbastelei moralisch in die Ecke stellt?
Oder ist es schlicht die Verschandelung des öffentlichen Raums — 16 Stück bemalter Schrott, dekoriert mit „humorvollen Sprüchen”, an denen wir uns laut Bürgermeister nun „täglich erfreuen” sollen?
Die ehrliche Antwort lautet: alle drei. Wer Mobilität fördern will, baut Radwege und lässt die Bürger in Ruhe entscheiden, wie sie von A nach B kommen – statt Kindern Haltung beizubringen und Straßenecken mit Müll im Blumenkranz zu möblieren.
Anton Moll jun.
mit einem Lesermail von Dominika Mrozek: Lesermail zum Artikel „Kunst am Fahrrad“
mit einem Lesermail von Ben Yokum: Lesermail zum Artikel „Kunst am Fahrrad“
mit einem Lesermail von Guido Langenstück: Lesermail zum Artikel „Kunst am Fahrrad“
Kann dem Kommentar nur zu 100 % zustimmen, das stößt mir auch des öfteren auf.
Glaube nicht, dass sich Schüler ohne „Repressalien“ bzw. Benachteiligung dagegen entscheiden dürften.