Man kann das Angebot von Eric Jacob, die Gemeindeverwaltung bei der Digitalisierung beratend zu unterstützen, gut finden oder nicht.
Dabei ist allerdings zu bedenken, dass, wäre Herr Jacob dieser beratende Job vom Gemeinderat zugestanden worden, er wahrscheinlich Zugriff auf alle gemeideinternen Dokumente (auch sehr sensible und vertrauliche) bekommen hätte. Damit hätte er möglicherweise einen Wissensvorsprung gegenüber den anderen GR-Mitgliedern gehabt. Das ist aber grundsätzlich unzulässig.
Unter diesem Aspekt war es m. E. klug von der überwiegenden Mehrheit im neuen Gemeinderat, seinen Antrag abzulehnen.
Aber Eric Jacob hat ja einen Posten bekommen: Er ist vom GR mit der Betreuung der Echinger Jugend beauftragt worden. Einen Besseren als einen 22-Jährigen mit großer Affinität zu den sozialen Medien hätte das Gremium für diesen wichtigen Posten sicherlich nicht finden können.
Guido Langenstück
Bei konzeptioneller Arbeit benötigt es keinen Zugriff auf konkrete Daten. Herr Jacob wird seine Überlegungen zu Möglichkeiten äußern und vielleicht technische Umsetzungen vorschlagen. Eventuell Prozesse skizzieren.
Alles das funktioniert komplett ohne jegliche Einsicht in konkrete Daten (ich benutze den Ausdruck lieber als Dokumente). Die Gefahr, einen Wissensvorsprung zu erlangen, sehe ich nicht.