Lesermail zum Artikel „Zur Digitalisierung genügt ein Posten“

Soweit ich es verstanden habe, ging es Herrn Jacob nicht um eine aktive Mitarbeit in der Gemeindeverwaltung, wie im Lesermail oben beschrieben. Wäre das der Fall, würde ich zustimmen.

Ich verstehe ihn so, dass er sich quasi als kostenloser externer Berater angeboten hat. Dafür braucht er keinerlei Einsicht in Daten der Gemeindeverwaltung. Die Digitalisierung kann konzeptionell unterstützt werden, d. h. durch Ideen bei Prozessen und Vorgängen. Die sind immer abstrakt gehalten, ohne dass man Daten einsehen muss.

Und sollte doch Datenbezug bestehen, z. B. welche Daten von wo nach wo synchronisiert oder portiert werden, so kann das anhand von abstrakten Begriffen getan werden, es müssen keine „live“ Daten genutzt werden – was so oder so aus datenschutzrechtlichen Gründen schon extrem fragwürdig wäre, ebenso von der Seite der Informationssicherheit (Stichwort ISO27001).

Herr Jacob wäre Ideengeber und vielleicht Fragesteller. Die wichtigste Frage bei Umsetzungen (wenn man im Thema ist), lautet schließlich „warum“. Wenn eine gute Erklärung kommt, prima, dann passt es, wenn man aber dann Möglichkeiten zur Verbesserung sieht, dann kann man (Herr Jacob) diese anbringen und vielleicht Prozesse vereinfachen.

Die anderen Themen haben sicherlich in Teilen ihre Berechtigung. Beim Beispiel mit fehlenden bundesweit einheitlichen Standards kann ich die Anmerkung verstehen, auf der anderen Seite finde ich es vor dem Hintergrund vergangener und drohender zukünftiger rechter Stärke sinnvoll, dass es unterschiedliche Systeme gibt. So kann nicht über einen Standard, über ein einzelnes System die ganze Bevölkerung ausgehorcht werden. (Diskussionswürdig, ich weiß, ich schreibe hier auch eine Superverkürzung).

Thomas Alf

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