Lesermail zum Artikel „Tauschhütte wird entsorgt“

Liest man den Kommentar und die Beiträge anderer Fürsprecher der Tauschhütte, könnte man meinen, sie sei ein unverzichtbarer Beitrag zur Rettung der Umwelt.

Tatsächlich beginnt ökologisches Handeln im Kleinen: beim Wasser- und Stromverbrauch, beim bewussten Einkaufen und bei der Reparatur von Dingen statt deren Entsorgung.

Für viele Menschen hat die Tauschhütte wenig Bedeutung. Wertstoffe werden am Wertstoffhof abgegeben, Kleidung gespendet und in Eching gibt es seit Jahrzehnten Basare und andere Möglichkeiten zur Weitergabe gebrauchter Gegenstände.

Wer sich für Umwelt- und Ressourcenschutz interessiert, wird auch ohne Tauschhütte recyceln, reparieren und wiederverwenden. Wer das nicht tut, wird sein Verhalten durch eine Tauschhütte kaum ändern.

Die Mittel für Bau und Betrieb wären möglicherweise an anderer Stelle wirksamer eingesetzt gewesen, etwa zur Senkung von Entsorgungsgebühren. Vielleicht würden dann weniger Reifen, Farbeimer, Kühlschränke und anderer Müll in der Natur landen.

Der Klimabeirat und die Gemeinde sollten sich stärker für wirksame Klima- und Anpassungsmaßnahmen engagieren. Dazu gehören beispielsweise Dach- und Fassadenbegrünungen, die Renaturierung von Moor- und Feuchtflächen, eine verstärkte Begrünung durch Alleen, Pergolen mit Kletterpflanzen und Pocket Parks sowie die Förderung von Agroforstsystemen und die Erhöhung des Baumbestands.

Solche Maßnahmen tragen nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern verbessern auch das Mikroklima, reduzieren Hitzeinseln und erhöhen die Lebensqualität vor Ort.

Andreas Vierthaler

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