zum Lesermail von Herbert Hahner
Vielleicht sind das ja genau die Themen, an denen sich die Bürgerschaft in den letzten Jahren gestört hat und die dort als Kokolores bezeichnet wurden. Sonst wären ja die SPD und die Grünen in der Gunst der Wähler nicht so abgestürzt. Vielleicht ist es dieser „Kokolores“, der neben existenziellen Ängsten, die Bürger in andere, radikalere Lager treibt, wenn gleichzeitig grundlegende Probleme ingnoriert werden.
Wie kann es sein, dass versucht wird, eine Partnerschaft ohne initiale Zustimmung des Gemeinderats aufzubauen? Für viele Echinger gab es über Jahrzehnte zwei Partnerschaften, Trezzano und Majs. Diese sollten auf initiative der Freien Wähler wiederbelebt werden. Von Urubamba wußten wahrscheinlich mehr als 90 % der Echinger überhaupt nichts, weder wo es liegt, noch dass es eine Beziehung mit Eching gab.
Wofür haben wir Forscher an Universitäten und Forschungseinrichtungen? Um genau die Themen zu bearbeiten, die in der Klimapartnerschaft als Ziel gesetzt wurden. Dort sind Steuergelder besser aufgehoben und werden effektiver genutzt.
Ein Austausch mit unseren traditionellen Partnergemeinden scheint auch geografisch, wirtschaftlich und ökologisch naheliegender, da man mit sehr ähnlichen Herausforderungen zur gleichen Zeit zu kämpfen hat.
Der Huberwirt muss nicht zuallererst durch Kunst auffallen, der Huberwirt braucht eine sinnvolle Nutzung, damit er erhalten werden kann und nicht weiterhin Steuergelder verbrennt. Die gesparten finanziellen Mittel kann man dann für den Erhalt von Arbeitsplätzen und der Grundversorgung im Ort besser verwenden. Ähnliches gilt auch beim Blick auf die Wirtschaftlichkeit des Bürgerhauses.
Außer ein paar Straßenschildern und roten Streifen auf der Fahrbahn sehe ich keine Veränderung oder Verbesserung für den Fahrradverkehr in Eching. Wirklich sicherer fühlt man sich nicht. Ein paar Luftpumpen im Ort und zusätzliche Fahrradständer am Bahnhof sind kein ausreichender Grund für überschwängliche Freude. Amüsant wird es dann, wenn man Mitglieder des ADFC sieht, die mit ihren Autos auf den Bürgerplatz fahren, um von dort zu einem Ausflug zu starten.
Es gehört im Leben dazu, etwas aufzubauen, und genauso gehört es dazu, etwas wieder einzureißen, um es im nächsten Versuch besser zu machen. Es gehört auch dazu, sich der Situtation anzupassen.
Alle Themen, die Sie auflisten, sind für viele Luxusthemen. Jeder Baum, der gepflanzt wird, jede Vermeidung von Leerstand von Wohn- und Wirtschaftraum und jeder geschaffene Arbeistplatz im Ort ist vielen wichtiger. Dann sind viele auch eher wieder bereit, in Kunst, Kultur und vor allem mehr in den Klimaschutz zu investieren.
Andreas Vierthaler