Lesermail zum Artikel „Adios, Klimapartnerschaft“

Menschlich finde ich es sehr schade, wenn Beziehungen zu Bruch gehen, so auch in diesem Fall mit der Partnergemeinschaft. Das muss zwingend aber auch nicht so sein, man kann ja trotzdem die Verbindung aufrecht erhalten. Auch ein Besuch ist ja weiterhin möglich. Auf eigene Kosten und Eigeninitiative.

Ich möchte aber einen anderen Aspekt noch einbringen. Sachlich beurteilt: Ich war auf dem Vortrag im Bürgerhaus in Eching mit dem Thema Energiewende. Da wurden Folien gezeigt und Vorschläge gemacht, wie die Energiewende aussehen könnte.

Ein Vorschlag: Man soll Fernwärme nutzen in Gebieten, in denen dies möglich wäre, und seine Gasheizung durch Fernwärme ersetzen. Im nächsten Satz kam dann, dass die Fernwärme mit Gaskraftwerken erzeugt wird.

Sinnvoll? Soll jeder für sich entscheiden.

Dann ist mir noch eine Folie in Erinnerung geblieben, die zeigte PV-Dächer und Windräder zur Stromerzeugung. Damit sollen die Wärmepumpen betrieben werden. Ganz unten links stand auf der gleichen Folie: Windkraft in Eching nicht möglich.

Das waren die Ergebnisse des Klimabeirates Eching. In Afrika und Südamerika würde niemand auf die Idee kommen, einen funktionierenden Brunnen zu schließen. In Botswana und Namibia marschieren die Menschen zum Fluss, um Wasser zu holen, und das täglich. In Peru würde wohl niemand einen funktionierenden Brunnen zubetonieren.

Das Wasserwirtschaftsamt München hat mir geschrieben, dass mein Brunnen im Keller geschlossen werden muss und nicht für eine Grundwasserwärmepumpe benutzt werden darf, und das, obwohl mein Primärkreis schon fertig gestellt ist mit Wärmetauscher und allem.

Mein Haus befindet sich im Gemeindegebiet Eching und mir wird verboten, eine Grundwasserwärmepumpe zu betreiben, weil mein Brunnen zu tief ist und bis ins Trinkwasser reichen würde. Dieses Vorgehen sollte man besser nicht nach Südamerika oder Afrika tragen, weil außer Kopfschütteln ist da wohl kaum eine andere Reaktion zu erwarten.

Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Der Staat hat kein Vertrauen mehr in seine Bürger und umgekehrt ist es genauso.

Die Kosten für die Schließung meines Brunnens werde ich wohl tragen müssen und die sind enorm. Wir haben mittlerweile mehr Verhinderer wie Möglichmacher in unserem Staat und das bremst. Sinnvolle Sachen fördern, unsinniges stoppen! Und Unsinn von Sinnvollem unterscheiden lernen und richtig handeln.

Insofern ist es durchaus begrüßenswert, wenn wir unsere unüberlegten Ideen nicht ins Ausland transferieren.

Georg Fütterer

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