Schön, dass auch Sie sich am lokalpolitischen Diskurs hier beteiligen. Ich erlaube mir, Sie in zwei Punkten zu korrigieren:
1.) Michael Steigerwald trat sein Amt nicht, wie Sie behaupten, am 2. Mai, sondern am 4. Mai d. J. an: Der 1. Mai (ein Feiertag; der erste offizielle erste Amtstag des neuen Bürgermeisters) war ein Freitag und somit der erste nachfolgende Arbeitstag war Montag, der 4. Mai.
2.) Auch wenn die FDP (mit Prof. Dr. Andreas Erb) nur einen Gemeinderatssitz inne hat, diese als „Wurmfortsatz“ von CSU und FW zu titulieren, ist schon ziemlich despektierlich. Würden Sie die „Bürger für Eching“ (mit Manfred Wutz) dann konsequenterweise auch als Wurmfortsatz von B.90/Die Grünen titulieren?
Grundsätzlich funktioniert Demokratie nun mal so, dass der Souverän, der Wähler, entscheidet, welche Partei und welche Personen seine Interessen am Besten vertritt. Als der Bürgermeister noch Sebastian Thaler hieß, hatte dieser lange Zeit eine stabile Mehrheit, bestehend aus SPD, Grüne, BfE und „Echinger Mitte“, hinter sich, die dafür sorgte, das so mancher Antrag von CSU- und FW-Gemeinderäten abgeschmettert wurde.
Dies ging sogar so weit, dass diese GR-Mehrheit, trotz besseren Wissens, für die Kostenübernahme in Zusammenhang mit Thalers Raufereigeschichte am Echinger See votierte (jetzt versucht die Gemeinde, die noch nicht getilgten, widerrechtlich von der Gemeinde für Thaler übernommenen Verfahrenskosten mittels Klage vor dem Verwaltungsgericht von Thaler einzuklagen).
Dass die Tennishalle Thalers Herzensprojekt war, ist unwidersprochen: Thaler war (ist?) bekanntlich Vereinsmitglied beim SC Eching und in der Tennisabteilung dort sehr aktiv.
Und dass Müll in die Tonne gehört, ist ebenso unwidersprochen. Sie spielen damit auf den Rückbau der Tauschhütte vor dem ehem. „Huberwirt“ an. Herr Steigerwald hatte in der GR-Sitzung, wo der Rückbau der Tauschhütte mehrheitlich beschlossen wurde, selbst bedauert, dass das Projekt wegen permanenter Vermüllung und Zweckentfremdung gescheitert ist (ich war als Zuschauer dabei).
Zum Thema „Kunst“: Bei den 5 Kunstwerken Echinger Künstler, die über ein Jahr lang in den Fensterlaibungen des „Huberwirt“ installiert waren, war von Anfang an klar, dass die Ausstellung dort befristet war. Daher war es nur konsequent von Bürgermeister Steigerwald, dass er diese Abmachung umsetzte, indem er die Entfernung der Kunstwerke anordnete (auch wenn er damit bei Frau Dr. Schmidtchen & Co. nicht unbedingt für Begeisterungsstürme sorgte).
Und dass Kunstwerke zukünftig nicht mehr unentgeltlich im Rathausfoyer ausgestellt werden dürfen, ist ebenso konsequent: Erstens müssen andere Vereine auch Gebühren für die Nutzung von Gemeindeimmobilien zahlen und zweitens ist es risikobehaftet, wenn Kunstwerke im öffentlich zugänglichen Raum ausgestellt werden (wer kommt im Schadens- oder gar Diebstahl-Fall der Kunstwerke im Rathaus dafür auf?).
Zu den Kartoffeln aus Urubamba: Seien wir doch alle froh, dass es in Eching und seinen angeschlossenen Ortsteilen noch Kartoffelbauern gibt, so dass wir Kartoffeln nicht aus fernen Ländern importieren müssen.
Mit Bananen und Ananas funktioniert das bei uns noch nicht, aber wenn die globale Erderwärmung so weitergeht, bin ich mir ziemlich sicher, dass es in spätestens 100 Jahren Bananen- und Ananasplantagen in Eching gibt und dass Dattelpalmen am Stachus prächtig gedeihen (hoffentlich steht dann der „Huberwirt“ nicht immer noch ungenutzt leer).
Guido Langenstück