Lesermail zum Artikel „Adios, Klimapartnerschaft“

Wer springt denn mit dem Bezahlen ein, wenn die Fördertöpfe leer sind? Wenn anstatt der zugesagten 90 % Kostenübernahme tatsächlich nur 60 % der Kosten übernommen werden?

Der AKE verfügt hier sicher über entsprechende Erfahrungen. Muss in diesem Fall dann nicht der Verein für die ungedeckten Kosten aufkommen?

Unabhängig davon, ob der „kommunale Interkontinentaltourismus“ bezuschusst wird oder nicht, sollte man sich mit seiner Notwendigkeit kritisch auseinandersetzen. Das ist besonders wichtig bei der Zusammenarbeit mit südamerikanischen Ländern, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Voraussetzungen für Korruption besonders anfällig sind, was auch auf Urubamba zutrifft.

Daher ist es umso wichtiger, seine Geschäftspartner vor dem Abschluss einer Vereinbarung gründlich zu überprüfen, um mögliche, daraus resultierende Reputationsrisiken für die Gemeinde zu begrenzen.

Urubambas Bürgermeister ist übrigens bei der Staatsanwaltschaft kein unbeschriebenes Blatt. Sie ermittelt gegen ihn wegen diverser Tatbestände, u. a. wegen Vergaberechtsverstößen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, Urkundenfälschung etc..

Der ehemalige Echinger Bürgermeister hatte ihn nichtsdestotrotz bereits im März dieses Jahres kurz vor seiner Abwahl offiziell eingeladen, obwohl die Staatsanwaltschaft bereits seit 2025 gegen ihn ermittelt.

Die Geschichte mit der Unschuldsvermutung bis zum Abschluss des Verfahrens kennen wir in Eching nur zu gut. Gleich zu gleich gesellt sich eben einfach gern.

Ingrid Brandstetter

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