Lesermail zum Artikel „Adios, Klimapartnerschaft“

zum Lesermail von Eric Jacob

Nehmen Sie es bitte nicht persönlich, dass ich auf Ihren Kommentar antworte. Aber was soll man dazu sagen? Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit darüber geurteilt wird, dass 0,1 Cent „nicht die Welt“ seien.

Diese 0,1 Cent müssen von Bürgerinnen und Bürgern zunächst erwirtschaftet werden. Dafür stehen jeden Morgen Millionen Menschen auf, gehen ihrer Arbeit nach und finanzieren mit ihrer Leistung auch solche Projekte, deren Sinnhaftigkeit sich nicht jedem erschließt.

Wenn ich in Ihrer Vita eine entsprechend produktive Tätigkeit finde, bei der Sie bereit sind, 50 % Abgabenlast zu tragen, können wir über die Dimension von 0,1 Cent gerne weiter diskutieren.

Und bitte erklären Sie uns Nicht-Juristen, weshalb diese Entscheidung angeblich rechtswidrig gewesen sein soll. Mir ist nicht bekannt, dass die Gemeinde Eching eine Verpflichtung eingegangen wäre, sich mit den Damen und Herren aus Peru zum Thema Klimaschutz abzustimmen. Eine rechtliche Verpflichtung entsteht schließlich nicht allein dadurch, dass man eine Partnerschaft politisch für wünschenswert hält.

Wenn Grüne und SPD die demokratisch getroffene Entscheidung tatsächlich akzeptieren würden, gäbe es weder das öffentliche Nachtreten, die fortwährenden Angriffe auf unseren Bürgermeister noch die permanenten Erklärungsversuche, weshalb diese Partnerschaft angeblich gut für Eching sei. Das einzige Argument, das dabei immer wieder bemüht wird, lautet: „Austausch“.

Zum Thema Tauschhütte noch ein letzter Punkt: Das regelmäßige Entmüllen hat die Bürgerinnen und Bürger monatlich rund 1.000 Euro gekostet. Man kann gerne einmal nachrechnen, wie viele der dort eingestellten Gegenstände tatsächlich weiterverwendet wurden – und wie viele am Ende doch kostenlos auf dem Sperrmüll gelandet sind.

Grüne und SPD sollten sich vielleicht einmal ernsthaft fragen, weshalb ihre politischen Positionen bei den Bürgerinnen und Bürgern zunehmend auf Ablehnung stoßen.

Genau aus solchen Gründen.

Mehr ist hierzu nicht zu sagen.

Martina Seidl

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