Lesermail zum Artikel „Adios, Klimapartnerschaft“

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„50.000 € – Ist nicht der Rede wert“

Eine mehrheitliche Entscheidung des Gemeinderates (13 zu 8 Stimmen) zu Urubamba können einige Räte offensichtlich nicht akzeptieren. Sie reden, ohne die Fakten korrekt zu benennen. Das klare und deutliche Abstimmungsergebnis wird außerdem als knapp bezeichnet, was es nun wirklich nicht ist.

GR Jacob (Bündnis 90/Die Grünen) entwickelt eine neue Arithmetik, mit deren Hilfe auch große Beträge zu Nichtigkeiten herabgerechnet werden. Derartiges Vorgehen würde ihn als Kämmerer prädestinieren.

Wenn die Summe von 50.000 €, Zitat Jacob: „nicht der Rede wert ist“, dann spenden Sie, Herr Gemeinderat, diese Summe für gemeinnützige Zwecke. Z. B. in der Gemeinde. Ihr Runterrechnen auf 0,1 Cent ist eine Augenwischerei.

Ein Wissensaustausch zwischen Gemeinden funktioniert sehr gut vorab mit der Technik, die Sie auch nutzen, Und zwar problemlos, mit wenig Zeitaufwand und geringen Kosten.

Ihre Behauptung, dass die Antragsteller im Gemeinderat – für Sie aber „die Gegner (…) zwanghaft nach einer Rechtfertigung (…) suchen“ und die Begründung für diesen Beschluss des Gemeinderates „völlig aus der Luft gegriffen“ sei, ist eine Unterstellung Ihrerseits.

Der Gemeinderat, der vorher umgangen worden war, hat seine Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen im Hinblick auf die zu erwartenden Kosten für Eching gefällt. Der Nutzen wurde als zu gering, wenn überhaupt vorhanden, beurteilt. Entsprechend wurde die Klimapartnerschaft mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

Das Argument, man könne umso mehr lernen (ja wer denn?), je weiter entfernt und unterschiedlicher eine Partnergemeinde wäre, ist blanker Unsinn. Würde man diesem Argument folgen, so würden sich Klimapartnerschaften in Neuseeland und der Antarktis anbieten.

Die angeführte mögliche Auszeichnung der VHS Eching durch die Unesco stellt sich bei genauerem Hinsehen als ein Vorschlag des Deutschen Volkshochschulverbands für den „BNE-Preis“ der Unesco, mit dem „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ unterstützt wird, heraus. Die Verleihung des FIFA-Friedenspreises hat hier gewisse Ähnlichkeiten.

Auch die Einladung zu einem vom 4.-6.11. stattfindenden Kongress in Sao Paulo bzw. Rio de Janeiro, der direkt vor dem Besuch in Urubamba stattfinden sollte, ist etwas seltsam. In der Beschlussvorlage war Sao Paulo als Veranstaltungsort genannt, während der Diskussion im Gemeinderat dann Rio de Janeiro. An beiden Orten findet man während dieser Zeit im Netz keine Ankündigung einer solchen Veranstaltung.

Es laufen seit 7.8.2025 strafrechtliche Ermittlungen gegen „Ratsmitglieder der Gemeinde Urubamba“, auch gegen diejenigen, die in Eching gewesen sind. Wussten Sie davon?

Dieser Besuch wurde maßgeblich von Frau Herrmann (Klimaschutzmanagerin, 1. Vorstand im Klimabeirat) und Frau Britz (Gemeindeangestellte, 2. Vorstand im Klimabeirat) vorbereitet. Beteiligt war auch Frau Dr. Kirschstein, Leiterin der VHS Eching. Wann wurden Gemeinderäte und der 1. Bürgermeister darüber informiert? Und die Bürger – sie suchen selber nach Informationen.

Der Klimabeirat soll mindestens zweimal im Jahr tagen, zu Sitzungen lädt der 1. Vorstand ein – laut Geschäftsordnung. Die Informationen sind auf der Webseite der Gemeinde. Das letzte Protokoll ist vom 6.6.2024. Alle Sitzungen sind öffentlich. Haben zwischen Juni 2024 und September 2026 keine Sitzungen des Klimabeirates stattgefunden?

An der Sitzung vom 7.9.2026 habe u. a. ich teilgenommen. Die Information habe ich erst in der Gemeinde bekommen, bis dato war keine Uhrzeit auf der Website angegeben. Die Kontaktdaten zu GR Jacob, der zuständig sei, kam auch von der Gemeinde. GR Jacob: „Man (der Klimabeirat) ist dabei, sich neu zu strukturieren“, so seine Aussage.

Wie Sie, liebe Leser, wissen, hat der Gemeinderat als oberstes Gremium die Aufgabe, die Verwaltung zu kontrollieren. Jacob übernimmt einen Teil der Aufgaben von Frau Herrmann (Gemeindeangestellte und 1. Vorsitzende des Klimabeirates) und soll ihre Arbeit kontrollieren? Wie verträgt sich das?

Wenn dieses Gemeinderatsmitglied – tätig in der Funktion der Vorsitzenden des Klimabeirates – nicht erkennt und nicht kommuniziert, dass in die Gemeinde Eching Besucher eingeladen wurden, gegen welche in Peru schon seit 2025 strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet wurden, dann wirft es in der Gemeinde logischerweise Fragen auf.

Wie geht so ein Gemeinderatsmitglied mit Steuergeldern der Gemeinde um? Verschließt ein solches Gemeinderatsmitglied die Augen vor den Kosten für die Entsorgung des Mülls an der sog. Tauschhütte? Möchte er noch nachträglich diese Kosten von etwa 12.000 € im Jahr (ist ja nicht der Rede wert…) für die Müllentsorgung der letzten Jahre persönlich übernehmen?

Ist dieses Gemeinderatsmitglied sich seiner Pflicht der Kontrolle der Verwaltung bewusst, oder vermischt er die Aufgaben und übernimmt mal einfach die Aufgabe der Klimamanagerin (und Gemeindeangestellten) Herrmann im Klimabeirat? Gibt es dazu einen Beschluss, von wem?

Wer sind die anderen, stimmberechtigten Personen im Klimabeirat? Die Namen findet man weder auf der Website des Klimabeirates noch auf der Website der Gemeinde. Sind die gewählt worden? Von wem? und wann? Was sind die Qualifikationen der stimmberechtigten Personen des Klimabeirats? Transparent ist das für die Bürger auf keinen Fall.

Dr. Irena Hirschmann

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