Lesermail zum Artikel „Adios, Klimapartnerschaft“

Auf diesen Leserbrief von Mateo Pumacahua muss man antworten, denn er will hier glauben machen, dass er aus Urubamba kommt oder zumindest ein Quechua sprechender Mensch ist, also aus Peru oder Ecuador stammt. Mit Mateo Pumacahua führt er die Leser in die peruanische Geschichte.

Je nachdem, wen man zu Rate zieht, war Pumacahua entweder ein Kämpfer für die Unabhängigkeit von der spanischen Krone oder derjenige, der Túpac Amaru, den letzten Inka, an die Spanier auslieferte.

Ganz interessant: Mateo Pumacahua bringt uns wieder nach Urubamba, denn er kommt aus Chinchero, das – wie wir mittlerweile alle wissen – zu Urubamba gehört und wo der neue Flughafen gebaut wird. Ist doch richtig, Mateo, was ich hier schreibe?

Dann noch ein kleiner Ausflug in die Sprache Quechua – wohlgemerkt: eine Sprache, keine Sportbekleidungsmarke. „Pumacahua“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „der wachsame, ansitzende oder jagende Puma“. Ist doch richtig, Mateo?

Dann führt uns Mateo mit seinem Artikel nach Urubamba, zum Streit um die Konzession: Wer darf in Aguas Calientes die Touristen nach Machu Picchu fahren? Mateo erwähnt hier „Consettur“ und „San Antonio de Torontoy“ und schildert die Fristen. Was er beschreibt, ist oberflächlich betrachtet korrekt. Vielleicht wusste Mateo das auch nicht – kann ja sein.

Fakt ist: Die besagte Firma „Consettur“ hatte diese Konzession seit 30 Jahren. Der Bürgermeister und die Gemeinderäte von Urubamba waren der Meinung, dass es auch einmal einen anderen Anbieter geben sollte. Man kann sich auch fragen: Wie hat es „Consettur“ geschafft, 30 Jahre lang in diesem lukrativen Geschäft zu bleiben? Was sagst du dazu, Mateo?

Hinter „San Antonio de Torontoy“ steht ein Zusammenschluss der Fahrer aus Aguas Calientes. Sie gaben bei der Konzessionsvergabe ein Angebot ab und gewannen. Wenn man es so betrachtet, ist es nicht verwerflich, ein vor Ort ansässiges Unternehmen zu unterstützen. Das wird ja in Eching auch so gemacht – oder ähnlich.

Das eigentliche Problem war dann, dass „San Antonio de Torontoy“ finanziell zu schwach aufgestellt war. Das Unternehmen konnte sich in der kurzen Zeit nicht genügend Fahrzeuge beschaffen. Wegen der zu geringen Zahl an Fahrzeugen konnte es den Bedarf an touristischen Transporten nicht abdecken.

Und Mateo hat recht: Es wurde ein Chaos angerichtet – zum Schaden der Tourismusbranche. Man muss dazu auch sagen: Das Ganze ist eine Frage des Geldes. „Consettur“ ist privat organisiert und auf die Tourismusbranche ausgerichtet; „San Antonio de Torontoy“ ist ein Zusammenschluss von Busfahrern aus Aguas Calientes.

Dass „Consettur“ natürlich alles in Bewegung setzte, um den Busfahrern aus Aguas Calientes das Leben so schwer wie möglich zu machen, darf hier nicht verschwiegen werden. Nicht wahr, Mateo? Ich muss das einmal so weitergeben, damit Mateo mit seiner Meinung nicht so allein dasteht.

In vielen dieser Leserbriefe wird die Frage gestellt: Was hat Eching unmittelbar von dieser Klimapartnerschaft? Die Antwort lautet jetzt schon ohne jeden Zweifel: Die Echinger bekommen Allgemeinbildung. Hat das nicht auch einen Wert?

Dazu kommen die vielen Aussagen zum Thema aus den unterschiedlichsten Teilen der Bevölkerung, das hat doch was.

Joe Vilser

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