zum Lesermail von Guido Langenstück
Ist es die Pflichtaufgabe der Gemeinde, einen Schülerlotsendienst zu organisieren?
Sie sagen nein, ich habe da eine andere Meinung.
Zuerst die Terminologie. Wir sind keine Schülerlotsen, wir sind Schulweghelfer, auf unseren Jacken steht Schulwegdienst oder Verkehrshelfer, Schülerlotsen sind die Schüler selber, die den kleineren/jüngeren helfen.
Als Träger der Schulen und soziale Einrichtung sehe ich es schon mit in der Verantwortung der Gemeinde, die Suche nach ausreichend Schulweghelfer:innen stark zu unterstützen.
Warum stellt der Elternbeirat die Schulweghelfer nicht selber? Keine Ahnung. Vielleicht haben sie wahnsinnig viel zu tun, müssen für zwei Einkommen sorgen, weil das Leben im Speckgürtel von München verdammt teuer ist, vielleicht haben sie mehrere Kinder und es ist nicht machbar, sich als Schulweghelfer:in zu engagieren, ohne weitere eigene Kinder zu vernachlässigen. Die Gründe mögen vielfältig sein, mir sind sie egal.
Ich war vor einigen Jahren schon aushilfsweise als Schulweghelfer „unterwegs“, als mein Kind noch in der Schule war. Ich durfte dann nicht weiter machen, weil ich polizeilich nicht eingewiesen war….
Inzwischen bin ich eingewiesen und ich habe meinen ersten Dienst versehen – das hat Spaß gemacht, viele fröhliche und sehr respektvolle Kinder, die sich oft auch bedankt haben. Ich freue mich auf die zukünftigen Dienste und hoffe, dass die Autofahrer sich ähnlich vernünftig verhalten, wie bei meinem ersten Einsatz.
Ich „teile“ mir einen Übergang mit einem anderen Herren – der hat kein Kind, aber die Möglichkeit, morgens für 40 Minuten zu helfen, und tut das genauso gerne wie ich.
Und bitte bitte bitte, schließen Sie mit der Vergangenheit ab und verkneifen Sie sich Spitzen gegen den ehemaligen Bürgermeister. Diese Bitte geht an alle, die hier an Diskussionen teilnehmen, es bringt nichts, der Kas is bissn. Schauen Sie doch bitte nach vorne, unterstützten Sie weiter die Hilfsbedürftigen, ich finde es toll, dass Sie das mit so viel Überzeugung machen, und ich drücke die Daumen, dass viele Spenden zusammenkommen und noch mehr Menschen geholfen werden kann.
Thomas Alf