Bürgermeister unterstützt Arbeitsmarktzulage

Bürgermeister Sebastian Thaler hat sich hinter die Petition der Echinger Eltern für zusätzliche Honorierung von Erzieherinnen in den Kindertagesstätten gestellt. „Meine Unterstützung für eine bessere Bezahlung unseres Erziehungspersonals haben Sie“, sicherte Thaler den Elternbeiräten zu, „als Gemeinde im Ballungsraum München kommen wir gar nicht um eine Arbeitsmarktzulage herum“.
Thaler hatte den Eltern ein Gespräch zugesagt, aber nicht eingelöst. In einem Schreiben zur Petition entschuldigte er das Terminversäumnis nun mit dem Rathausumzug.
Die Eltern fordern nun möglichst rasch „zumindest ein positives Zeichen“ des Gemeinderates, schreiben die Elternbeiräte Marie-Louise Brezansky vom „Haus für Kinder St. Andreas“ und Frank Horlbeck vom „Regenbogen“. Bewerbungsverfahren würden laufend geführt und da sei ein Signal aus dem Rathaus eine wesentliche Argumentationshilfe. Sie möchten daher in der Ratssitzung am Dienstag ihr Anliegen vortragen.
Thaler will dagegen die Entscheidung erst in Ruhe für den Gemeinderat aufbereiten und im Herbst entscheiden lassen. Bei rund 80 Erzieherinnen in den Kindertagesstätten in Eching, Günzenhausen und Dietersheim würden 200 Euro monatlich die Gemeinde mit über 200.000 Euro belasten. Wirksam könne eine Zulage ohnehin erst 2019 werden.
Die Situation wird auch unterschiedlich dramatisch gesehen. „Der Notstand hat Eching leider schon erreicht“, betonen die Eltern. Die Kinderkrippe im „Wunderland“ an der Hauptstraße habe eine personelle Notsituation, neun Eltern würden ab September ohne den schon zugesagten Betreuungsplatz dastehen.
Angesichts der Dutzenden unerfüllten Anmeldungen in Nachbarorten verweist Thaler hingegen auf eine überdurchschnittlich entspannte Situation in Eching. Bei den Anmeldungen habe ein zweijähriges Kind keinen Betreuungsplatz bekommen, ansonsten herrsche Bedarfsdeckung. Die Wartelisten seien gefüllt mit Eltern aus Neufahrn und Unterschleißheim, wo tatsächlich Notstand herrsche.
Die gemeindlichen Tagesstätten hätten aktuell drei Stellenanzeigen laufen, schildert der Bürgermeister. Auch wenn diese nicht besetzt werden könnten, „fangen wir das ab“, versichert er. Er wolle dem Personal nicht nur finanztiell entgegenkommen, sondern auch über vergünstigten Wohnraum. Im Neubaugebiet Böhmerwaldstraße plant die Gemeinde Wohnungsbau, der dann kommunalen Bediensteten zugute kommen könne.
Bei der Sitzung verabschiedet der Gemeinderat ein neues Satzungswerk für die Kindertagesstätten, was aber die Arbeitsmarktzulage nicht berührt.

 

 

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