„Wunderpflanzen“ als Lösungsansatz

Einen neuen Ansatz in der Unterstützung ärmerer Regionen will der Arbeitskreis Entwicklungshilfe forcieren. Nach diversen Aktionen zur Versorgung der ländlichen Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser und zur Schulbildung der Jugend will der Verein „die übliche und angestammte Form der Hilfe ergänzen, um die dauerhafte Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Hilfsmaßnahmen zu gewährleisten“, wie es in einer Mitteilung heißt.
So soll versucht werden, realistische Möglichkeiten einer Überproduktion zu eröffnen, mit der ländliche Kleinbauern nicht nur das Überleben der eigenen Familie sichern könnten, sondern auch eine realistische wirtschaftliche Perspektive zur Verfügung hätten. Die Rolle der Entwicklungshilfe wäre eine geringe Anfangsinvestition, etwa für Saatgut, und dann die begleitende Beratung und Schulung.
Dies würde wiederum dann auch von den Helfern im Arbeitskreis auch die Bereitschaft zum Erlernen ungewohnter Hilfsansätze verlangen. Eingestiegen ist der Arbeitskreis mit einem Vortrag des emeritierten „Ordinarius für Pflanzenbau in den Tropen“ an der Uni Hohenheim, Professor Klaus Becker, am Dienstag im Huberwirt. Becker schilderte den Anbau und das hohe Nutzpotential von „Wunderpflanzen“ wie Moringa und Jatropha.
Diese Pflanzen besäßen einen verblüffend hohen Nährwert, schilderte der renommierte Agronom, seien aber auch Energiespender etwa für Biodiesel, Tierfutter, Bodenverbesserer, Schutzmittel gegen Schädlinge oder Basis für Heilmittel und Kosmetika. Der Anbau von Moringa und Jatropha böte konkrete und attraktive Chancen zur Bekämpfung der aktuellen Gesundheits- und Ernährungsprobleme und der Armut der Kleinbauern in Madagaskar, dem Schwerpunktland der Echinger Entwicklungshilfe.

 

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