Parklizenzzone um die Bahnhofstraße

Rund um den nördlichen Teil der Bahnhofstraße soll probeweise eine Parklizenzzone ausgewiesen werden. Nördlich der Linie Blüten- und Schlesierstraße zwischen Frühlings- und Donauschwabenstraße wird das Parken dann nur für ausgewiesene Anlieger erlaubt, Fahrzeuge ohne Anwohnerlizenzen dürfen vier Stunden mit Parkscheibe stehen.
Damit sollen in erster Linie nachhaltig Flughafenbesucher vertrieben werden, die jetzt die Freiräume um den S-Bahn-Halt nutzen, um ihr Auto abzustellen. Ein zweiter Aspekt der Neuerung wäre eine radikale Rodung des Schilderwalds. Für die Beschilderung der gedachten Parkzone würden drei Schilder genügen, an den Zufahrten in die Zone an der Ecke Blüten-/Frühlingsstraße, an der Ecke Blüten-/Ottenburger Straße und an der Kreuzung von Blüten- und Schlesier- mit Bahnhofstraße.
Diese drei Schilder würden nach Schätzungen des Gemeindebauamts an die 100 Schilder überflüssig machen. Zudem sind derzeit die historisch gewachsenen Parkregularien maximal unterschiedlich. Teilweise wechseln an einem Straßenzug die Parkdauer und -modalitäten. Eine Ausweisung als Parkzonen würde die Regelungen vereinheitlichen. Ab Januar startet die neue Parkkontrolle durch den Zweckverband „Kommunale Verkehrsüberwachung“, dem Eching neuerdings beigetreten ist.
Offen ist noch, wie die Ausgabe von Parklizenzen der Anwohner geregelt wird. Soll das Ticket einmalig bezahlt werden oder jährlich neu? Gibt es Staffelungen für mehrere Autos eines Haushalts? Das soll erst noch entschieden werden.
Die Rathausverwaltung hatte als weitere potentielle Parkzonen noch das Gewerbegebiet Nord jenseits der Bahnlinie vorgeschlagen und eventuell sogar das sogenannte Dichterviertel östlich der Paul-Käsmaier-Straße. Das Gewerbegebiet Nord böte den Charme, dass hier die komplette Parkzone mit einem einzigen Schild abgedeckt wäre, an der Zufahrt in das Karree über die Fürholzener Straße.
Der Umweltausschuss des Gemeinderats wollte sich allerdings zunächst mal auf eine Probe-Zone beschränken. Schon hier werden genügend Anlaufschwierigkeiten gesehen. Die Ausweisung einer kompletten Zone wird meist von Autofahrern nur schwer wahrgenommen, da das Hinweisschild im fließenden Verkehr kaum in seiner Gänze zu erfassen ist und bis zum erfolgreichen Ausstieg aus dem geparkten Auto auch noch Zeit vergeht. Und an der nächsten Ecke nachsehen lässt sich innerhalb einer Parkzone ausdrücklich nicht. „Wir heben die bisherigen Schilder vorsichtshalber mal auf“, sagte Bauamtsleiter Thomas Bimesmeier angesichts der möglichen Probleme mit der Neuerung.

2 Lesermails

  1. Wo sollen denn dann Echinger Bürger parken, die häufiger mit der S-Bahn z.B. zu Fachärzten im Umkreis oder (wie ich) nach München fahren müssen und noch dazu große Einschränkungen beim Gehen haben? In 4 Stunden ist das erfahrungsgemäß nicht abzuwickeln! (Noch dazu ist unser Bahnhof bekanntlich ja alles andere als „barrierefrei“.)

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