Pegelstand im roten Bereich

Mit dem Grundwasser auf der Rathausbaustelle will die Gemeinde nun doch kein Risiko mehr eingehen. Nach den Schnee- und Regenfällen über die Weihnachtsferien wird das Leitungsnetz zum Abpumpen des Wassers jetzt installiert. Zunächst hatte sich der Gemeinderat aus Kostengründen entschieden, Vorkehrungen gegen ein mögliches Aufkommen von Grundwasser in der Baustelle nur auf stand-by vorzusehen.

Der Grundwasserpegel sei seit Jahresbeginn schon um 27 Zentimeter angestiegen, berichtete Bürgermeister Sebastian Thaler im Bauausschuss des Gemeinderats. Der Puffer zu der Marke, bei der man die Freilegung aktivieren wollte, ist damit auf nur mehr 13 Zentimeter geschmolzen. „Aktuell ist davon auszugehen, dass wir die Wasserhaltung brauchen“, sagte Thaler.

Der „Verein zur Verbesserung der Wohn- und Grundhochwasserverhältnisse“ hat unteredessen Alarm geschlagen, dass durch die Wasserhaltemaßnahmen auf der Rathausbaustelle eine Reihe von Häusern in Eching Grundwasserprobleme bekommen könnten. Dies hat der Bürgermeister zurückgewiesen. Die Gemeinde habe ihre geplante Wasserhaltung durch ein Gutachten absichern lassen und demnach könnten lediglich zwei unmittelbar angrenzende Anwesen an der Roßbergerstraße betroffen sein.

Der Grundhochwasserverein hatte gewarnt, dass „bei einer Realisation dieser geplanten Maßnahme alle Bürger nördlich des Rathauses, vielleicht auch ein Teil der südlich gelegenen Häuser von einem anstehenden Grundwasser betroffen“ sein würden. Der Vereinsvorsitzende Heinz Müller-Saala empfahl daher in einer Stellungnahme allen Hausbesitzern „in den betroffenen Bereichen, ihr Kellergeschoss zu beobachten, sofern es nicht schon gegen drückendes Grundwasser gesichert ist“.

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