Monatelange Brückensperrung?

Beim Ausbau der Autobahn A92 plant die Autobahndirektion Südbayern jetzt, die Brücken über die Autobahn im Bestand zu verbreitern. Das würde die Bauzeit und damit die Sperre jeder Brücke um ein paar Monate verlängern. Das Rathaus hat diesen Ansatz vehement abgelehnt.

Bis jetzt war vorgesehen, die Brücke über die A92 in der Verbindungsstraße nach Günzenhausen östlich neben der bestehenden Brücke neu zu bauen, dann die Anschlüsse zu verlegen und schließlich die alte Brücke abzureißen.

Für die kurzen Sperrzeiten im Ablauf dieser Planung sollte der Verkehr über die westlich davon für den landwirtschaftlichen Verkehr genutzte Brücke bei der Theresienkapelle laufen. Diese Brücke sollte anschließend in identischer Strategie erneuert werden.

Im Planungsfortschritt hat die Autobahndirektion nun aber ermittelt, dass der Abriss der alten Brückenrampen gravierende ökologische Schäden bringen würde. Allein an der Brücke bei der Theresienkapelle müssen über 50 Bäume gerodet werden. Zudem bilden die bestehenden Grünzüge natürliche Korridore für Flora und Fauna und Orientierung etwa für Fledermauspopulationen in dem Gebiet.

Ungeachtet dieser Argumente habe man sich kategorisch gegen die Umplanung ausgesprochen, berichtete Bürgermeister Sebastian Thaler. Eine mehrmonatige Sperre der Verbindungsstraße nach Günzenhausen sei nicht hinzunehmen.

Baubeginn des sechsspurigen Ausbau der A92 zwischen dem Dreieck Feldmoching und dem Autobahnkreuz Neufahrn ist für 2020 anvisiert, wobei die Erweiterung der Brückenbauwerke auf der Strecke der erste Arbeitsschritt sein wird. Die Arbeiten sind bis 2024 geplant.

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