Lieber unromantisch als arm

„Besser mal am Anfang ein bischen unromantisch, als morgen arm“: Die Ausgangsthese der Autorin und Finanzberaterin Helma Sick, die am Donnerstag mit ihrem Vortrag „Ein Mann ist keine Altersvorsorge“  die neue Gesprächsreihe „Echinger Dialog“ der Evangelischen Kirchengemeinde eröffnete. Rund 50 Zuhörer, vorwiegend Frauen, interessierten sich für ihre Hinweise zur Vorsorge gegen Altersarmut.

Wenn noch immer nur Frauen für die Kinder zu Hause bleiben und Frauen auch noch immer weniger verdienen als Männer, sei die ungleiche Alterswohlfahrt zwangsläufig, schilderte sie. Frauen würden viel mehr in Teilzeit arbeiten oder zu spät oder gar nicht mehr in den Beruf zurückkehren. So bleibe weniger Rente übrig. Sick fordert von den Männern in einer Partnerschaft oder Ehe, in den Zeiten, in denen Frauen für die Familie oder bei der Angehörigen-Pflege da sind, auch eine Altervorsorge für ihre Frauen zu finanzieren.

Was aber, wenn die Liebe doch früher endet? „Frauen müssen einen Beruf ausüben“, betonte die Referentin, „eigenes Geld verdienen, dann kommt bei einer Trennung zum Schmerz nicht auch noch ein finanzielles Desaster.“ Rechtzeitige Beratung sei nötig „und nicht nur an die große Liebe zu denken“. Frauen müssten „jetzt was tun, wir sind schon auch ein bischen selbst verantwortlich“.

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