Ein Fest für den Sport, ein Fest für den Ort

Ein begeisterndes Sportfest haben hunderte Familien am Sonntag im Freizeitgelände erlebt. Die beiden größten Echinger Sportvereine, SCE und TSV, sowie die Volkshochschule mit ihrem spezifischen Sportangebot und die Spartenvereine der Bogenschützen von „Sherwood Forrest“ und der Tänzerinnen von „body2dance“ haben das erste Kinder- und Jugendsportfest in der Gemeinde auf die Beine gestellt. Trotz drückender Hitze kam gefühlt jede Familie in Eching mit Kindern unter 14 im Freizeitgelände vorbei, zur Not auch auf dem Weg zum Echinger See.

Auf einem Sportfest-Pass konnten neun sportliche Stationen abgestempelt werden, um einen von 500 Preisen zu erlangen, etwa beim Torwandschießen. Dazu gab es diverse vielfältige Angebote zum freien Spiel, vom Kleinfeldkick über die Turnwiese bis zum Beachvolleyball.

Der Tischtennisroboter hatte bei der Hitze rasch den Geist aufgegeben, so dass er durch einen „menschlichen Roboter“ ersetzt wurde…

Im schattigen Zelt zeigten Dutzende Sportler Vorführungen, von den Schwertkämpfern bis zu den Tänzerinnen oder den „Jumping Rabbits“ der Volkshochschule.

Ein Clou des Tages war bei 35 Grad das eigens kreierte Eis: mit Oreo-Geschmack für den TSV, dessen Vereinsfarben schwarz-weiß sind, und der SCE, gelb-blau, schmeckte gestern nach Mango und gefärbter Vanille. Man wollte „zeigen, was das Ehrenamt leistet“, sagte Katja Grothmann (li. im Bild links), zusammen mit Jill Ellegast die Macherinnen des Festtages. Mehrere hundert Helfer aus den beteiligten Vereinen haben das Fest aufgebaut, ausgestattet und die Stationen betreut – alles ehrenamtlich. „Es war einfach ein gemeinsames Anliegen für Eching“, sagte Ellegast. Zum ersten Mal überhaupt haben die beiden Großvereine etwas zusammen unternommen.

„Wir wollten die ganze Breite unseres Angebots vereinsübergreifend zeigen“, sagte SCE-Vorsitzender Oliver Schäffler. „Wenn man die Stimmung und das Engagement erlebt, dann ist der Tag absolut gelungen“, schwärmte TSV-Vorsitzender Rudi Hauke. Zweiter Bürgermeister Otmar Dallinger fand das Fest „total irre“.

Subtile Botschaft der Leistungsschau ist, dass der Gemeinde, ihren Repräsentanten und den Wählern, der immense Einsatz verdeutlicht wird, der in den Verein ehrenamtlich für die Gemeinschaft geleistet wird. An Hallen- und Sportplatzkapazitäten mangle es ganz erheblich. „Das ist eine Problematik, die man nicht noch zehn Jahre verleugnen sollte“, sagte Jill Ellegast. Man habe sich aber entschlossen, nicht zu klagen, „sondern mal ein positives Signal zu setzen“.

 

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