Faustschlag gegen Bürgermeister

Wie Bürgermeister Sebastian Thaler jetzt im aktuellen „Echinger Forum“ Nr. 8 schilderte, wurde er vor Jahresfrist mit einem Faustschlag zu Boden geschlagen. Nach Thalers Darstellung sei er am Parkplatz des Echinger Sees mit dem Rad unterwegs gewesen und von einem Auto „angefahren worden“. Anschließend sei von dem Autofahrer „mit der Faust zu Boden geschlagen worden“.

Der Bürgermeister zog sich dabei wohl eine Gehirnerschütterung zu, denn er schreibt: „Hätte ich keinen Fahrradhelm getragen, hätte ich vermutlich mehr als nur eine Gehirnerschütterung erlitten“. Thaler erstattete dann Anzeige, zu einer Verurteilung des Autofahrers sei es jedoch nicht gekommen.

Thaler nennt es in seinem „Forum“-Beitrag „bei der steigenden Zahl an Vorfällen von Gewalt gegen Lokalpolitiker unfassbar“, dass der Autofahrer davonkomme. Der Mann sei zwar kein Echinger, ihm sei aber bewusst gewesen, dass sein Konfliktgegner der hiesige Bürgermeister sei.

Jetzt klagt der Fahrer offenbar den Schaden an seinem Auto ein, weswegen Thaler den alten Vorgang schilderte und um Zeugen aufruft.

8 Lesermails

  1. Nein, meine Herren, gar nicht verwunderlich, sondern vermeintlich beinahe „geschickt“, wie hier zwei vermeintliche „Leserbriefschreiber“ ganz zufällig Fragen, Zweifel oder Vermutungen zum Thema Attacke auf den Bürgermeister zu streuen zu versuchen. Und sie sind sich auch nicht zu schade, das Thema Alkohol gleich dem Bürgermeister unterzuschieben.
    Herr Wende und Herr Neubrand sind Mitglieder der CSU, wie man leicht herausfinden kann, und betreiben hier schon mal unter dem Deckmantel „Leserbrief“ auf niedrigsten Niveau den Start in den Kommunalwahlkampf. Motto: wird schon was Negatives hängenbleiben.
    Ganz offen: für mich ist das mehr als eine dreiste Mogelpackung. Ist das Ihr Verständnis von Politik und Fairness? Da wiederhole ich mich gerne noch einmal: so etwas brauchen wir in Eching gar nicht.

    1. Sehr geehrter Herr Horlbeck,
      statt per Rundumschlag allen Leserbriefschreibern, deren Meinung Ihnen nicht gefällt, Polemik und Wahlkampf vorzuwerfen, sollten Sie bei Gelegenheit besser die Frage von Herrn Wende beantworten oder auf meine aufgeworfene Frage Stellung beziehen.
      Aus meiner Sicht ist die Vorgehensweise von Herrn Thaler fragwürdig. Er nutzt seine Position als Bürgermeister und Zeitungen, um nachträglich Zeugen für einen privaten Rechtsstreit zu finden. Die Gegenpartei hat diese Möglichkeiten nicht. Diese Vorgehensweise erinnert an den Arbeitsstil unseres Bürgermeisters im Gemeinderat: so lange abstimmen lassen, bis das Abstimmungsergebnis aus seiner Sicht passt. Beides sind keine Musterbeispiele für Demokratie bzw. einen fairen Rechtsstaat.
      Beste Grüße,
      Oliver Neubrand

  2. Völlig unerträglich, wie der Leserbriefschreiber Wende versucht, hier aus einem Opfer mit wüsten Spekulationen einen Täter zu machen!
    Was sollen Unterstellungen, dass die Beteiligten „möglicherweise alkoholisiert“ waren?
    Es heißt, er vertraut aber – wie er schreibt – der „deutschen Justiz“. Das ist keine Fragestellung mehr, das ist klare und ehrabschneidende Polemik, mit dem Ziel, die Sache zu verdrehen und die Gewaltanwendung des Autofahrers zu verharmlosen. Der Autofahrer hat nachweislich den Radfahrer angefahren und Zeugen belegen einen Fausthieb. Folge: Gehirnerschütterung.
    Wenn in erster Instanz eine Klage abgewiesen wird, kann es von formaljuristisch bis verfahrenstechnisch vielerlei Gründe geben, da sollte man abwarten, wie es weitergeht. Aber wie Leserbriefschreiber Wende nun dem Autofahrer eventuell „Notwehr“ attestiert, ist der Gipfel der Unverschämtheit! Also handeln wohl Autofahrer, die Radfahrer anfahren und dann natürlich noch niederschlagen, im Recht? Wohl kaum.
    Nein, das ist hier in Wirklichkeit einfach nur billigste Stimmungsmache mit politischen Absichten gegen den Bürgermeister. So etwas brauchen wir in Eching definitiv nicht.

    1. Sehr geehrter Herr Horlbeck,

      waren Sie bei diesem Ereignis anwesend? Haben Sie gesehen, ob der „Täter“ den „Geschädigten“ tatsächlich angefahren hat?
      Die bisher gelieferten „Belege“ lassen nur offene Fragen übrig. Dem Vernehmen nach hat nunmehr der „Täter“ seinerseits Anzeige gegen den „Geschädigten“ erstattet.
      Warten wir doch einmal ab, bevor uns nur Spekulationen bleiben.

      Aber: wenn ein Staatsanwalt kein öffentliches Interesse an dieser „Gewalttat“ sieht, das Verfahren sogar einstellt, dann bleiben tatsächlich viele offene Fragen.
      Eine Justizschelte, so wie es hier nun erfolgt, halte ich für völlig unzulässig.

      Herzliche Grüße – Torsten Wende

    2. Nicht unerträglich, aber schon verwunderlich ist, wie Leserbriefschreiber Horlberg Herrn Wende Polemik und Stimmungsmache vorwirft, er aber selbst unseren Bürgermeister vehement in Schutz nimmt. Er fordert zu Recht, dass „man abwarten sollte“, wirft aber selbst anderen Tatsachenverdrehung vor, obwohl das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist.
      Und was den Auslöser dieser Leserbriefe betrifft: Ist es richtig, dass Herr Thaler sein Amt und das Echinger Forum prominent für ein laufenden Verfahren gegen die Privatperson Thaler zu seinen Gunsten nutzt?

  3. Hier ergeben sich dann doch einige Fragen, die zur Aufklärung erheblich beitragen könnten, würden diese Fragen beantwortet:

    Hat sich Herr Thaler überhaupt als Lokalpolitiker vorgestellt, bzw. ausgewiesen? Kann es sein, dass der „Täter“ durch Herrn Thaler gar in seiner Handlungsfreiheit behindert wurde? Ich vertraue der deutschen Justiz und wenn angeblich drei Zeugen gegen den „Täter“ ausgesagt haben, so ist es doch sehr verwunderlich, bzw. muss es einen gewichtigen Grund geben, warum das Gericht das Verfahren eingestellt hat?
    Waren die Beteiligten möglicherweise alkoholisiert? Könnte der „Täter“ in Notwehr gehandelt haben? Wurde der „Täter“ möglicherweise durch Hr. Thaler gar provoziert?

    All diese Sachverhalte erfahren wir als Außenstehende hier nicht.
    Selbstverständlich ist jede Form von Gewalt gegen Mensch und Tier abzulehnen.

  4. Ganz nach dem Motto, Frechheit siegt. Einerseits hat die Polizei, wie im Bericht von Herrn Thaler im Forum, den Angriff auf Herrn Thaler nicht weiter verfolgt, andererseits ist sie bereit, eine Anzeige eines rabiaten Autofahrers anzunehmen und weiter zu verfolgen. Da kann man an der deutschen Justiz verzweifeln.

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