Lesermail zum Artikel „Wo brennt’s?“

Eines vorab: Die Schreibart und Grammatik dieses Kommentars lehnen an o. a. Artikel an. Offensichtlich möchte der Verfasser – warum auch immer – ungenannt bleiben.
Zunächst wollen wir mal festhalten, dass wir in Günzenhausen ein in Eigenleistung erstelltes Feuerwehrhaus haben tun. Das sollte dem Verfasser bei einer gründlichen Nachforschung nicht entgangen sein. Damit können wir das Jubiläum „20 Jahre ein Feuerwehrhaus nicht zu haben“ leider nicht feiern. Die Aussage hierzu „Und dabei heißt’s doch immer, bei der Feuerwehr brennt’s, haha“ finden wir in diesem Zusammenhang mehr als geschmacklos.
Das mit der geheimen Quelle, die keiner vom Gemeinderat ist, weil die das ja gar nicht dürfen, nur so gedanklich gedacht, versteht sich, ist auch so ganz komisch. Da weiß der Aussage nach jemand was, was er vielleicht gar nicht wissen dürfte, sagt aber nicht, wer denn da aus dem Nähkästchen plaudert, obwohl der mit dem Feuerwehrhaus gar nichts am Hut haben tut. Da kann sich jetzt jeder dazu denken was er mag, besonders was die Wahrheitstreue und Zuverlässigkeit dieser ominösen „Quelle“ betrifft.
Wenn der Dichter von dem Bericht den Feuerwehrbedarfsplan mal genau gelesen haben würde und er die Verkürzungen richtig gesetzt hätte, wäre er draufgekommen, dass da ja was von einem Feuerwehrauto und einem Mannschaftsauto und einem Anhänger steht. Aber die Deutung von so einem langen Bericht, wo ja sogar in der Zusammenfassung soviel drinstehen tut, ist auch nicht jedermanns Sache.
Die sinngemäße Aussage „die brauchen halt ein Stüberl für drei Millionen“ ist nach unserer Ansicht eine bodenlose Unverschämtheit und eine Beleidigung nicht nur für unsere, sondern für alle ehrenamtliche Feuerwehrleute. Es ist angebracht und auch nötig, sich nach Einsätzen mal hinzusetzen und das Erlebte auszureden und aufzuarbeiten. Das sollten auch Aussenstehende, die sich für diesen Dienst nicht zur Verfügung stellen, verstehen.
Wie schon gesagt, das mit dem genauen Informieren und Lesen und Nachfragen, das kann halt nicht jeder so gut. Weil sonst wäre man ja draufgekommen, dass der Feuerwehrkommandant gar kein Grüner und auch gar kein CSUler nicht ist, so was soll’s ja auch geben. Aber wie gesagt….
Und dass dem Wallner das Haus gar nicht groß genug sein kann, ist auch wieder so eine Sache. Der Berichteschreiber soll doch nochmal seinen Geheimagenten bei der Hand nehmen und ihn nochmal fragen, wo denn das eigentlich herkommt mit dem ach so großen Haus. Der müsste ihm dann normalerweise sagen, dass das ja alles mal in einer Deutschen Industrie Norm (DIN) hineingeschrieben worden ist und der Gemeinderat gesagt hat, dass das so ja schon in Ordnung gehen tut. Sonst würde es ja auch überhaupt gar keine Zuschüsse dafür geben. Jetzt weiß man ja, auch wenn du jetzt nicht so oft im Gemeinderat sitzt, dass da ja auch sogar nicht nur CSUler sitzen, sondern auch andere und sogar die haben gesagt, dass das so schon richtig ist. Da kann jetzt der arme Architekt so wirklich aber schon gar nichts dafür.
Der Nachteil der echinger-zeitung.de ist, so gesehen, nicht, dass man sie online lesen kann, sondern dass sie, also nur mal so innen drin gedacht, schon so ein bisserl eine ganz eigene Sicht auf die Dinge und Zusammenhänge hat, die man, also trotz nachdenken, nicht immer verstehen muss.

Johann Hechenberger, Feuerwehr Günzenhausen

Ein Lesermail

  1. Alle Texte auf der echinger-zeitung.de sind, wie im Titelkopf ausdrücklich gekennzeichnet, von mir, Klaus Bachhuber. Öffentlicher geht’s nicht.

    In dem Text ist mehrmals erwähnt, dass es zu den Gedanken keine Quelle gibt, sondern dass es reine Gedankenspiele sind.

    Der Text schlußendlich ist absolut kein Bericht, was am Schreibstil und der Einordnung in der Kolumne „Am Rande“ überdeutlich erkennbar sein sollte. Sachliche Berichte über die Genese des Günzenhausener Feuerwehrhauses verfasse ich auch seit Jahren.

    Ausnehmend erstaunt bin ich, dass die Feuerwehr Günzenhausen in ihrem verbissenen Rundumschlag sich so offenkundig zufrieden zeigt, wie der Gemeinderat mit dem Projekt „neues Feuerwehrhaus“ umgeht. Jede Spitze von mir gegen die Verschleppung des Themas – und damit eine Unterstützung der Förderung der Feuerwehr! – wird als Attacke auf die Feuerwehr abgetan. Aber gut; wenn die Feuerwehr die Behandlung ihres Anliegens im Gemeinderat so gut aufgehoben fühlt, dann werde ich keinesfalls mehr die lange Dauer und die permanenten Kehrtwendungen im Rathaus kritisieren!

    Klaus Bachhuber

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