Mehr Brass geht nimmer

Erstmals seit der Etablierung der „Brass Wiesn“ soll das Festival im Freizeitgelände 2020 nicht wachsen. Die Zahl der Bands, die Spieldauer und der Umfang von Festival- und Campingplätzen wird erstmals nicht ausgeweitet, sondern bleibt identisch wie 2019.

Einzige Änderung ist, dass die Öffnung der Campingplätze von Donnerstag Abend auf 12 Uhr vorverlegt wird, um den Andrang zu entzerren. Erwartet werden wieder rund 15.000 Besucher. Stattfinden wird die „Brass Wiesn“ 2020 vom Donnerstag, 30. Juli, bis zum Sonntag, 2. August.

Auch wenn das Rathaus immer noch uneingeschränkt und begeistert hinter dem größten Pubikumsereignis im Jahreslauf steht, so gab es heuer doch eine Reihe von Begleiterscheinungen, die bei der neuerlichen Genehmigung zumindest thematisiert wurden.

So wird von den Veranstaltern zwar penibel darauf geachtet, dass die Lärmwerte und Ruhezeiten akkurat eingehalten werden – aber auf dem Campingplatz dröhnen die Boxen der Besucher unreglementiert die halbe Nacht und das ist für den Ort störender als die Musik auf der Open-Air-Bühne. Auch Dieselaggregate, wohl zur Kühlung mitgebrachter Bierfässer, sorgten heuer für ein nächtliches Grundrauschen.

Regelrechtes Entsetzen haben die Hinterlassenschaften der tausenden Gäste am Tag danach ausgelöst. Auch wenn auch hier die Entsorgung und Rekultivierung durch die Veranstalter allseits als makellos bewertet wurde, so wird doch der Müllanfall an sich als problematisch gesehen.

Bürgermeister Sebastian Thaler versicherte, über all diese Kritikpunkte sei man mit dem Veranstalter, der „Sonnenrot GmbH“, in Kontakt. Die Probleme würden dort genauso gesehen, allerdings sei die Einflussmöglichkeit gering. Zu lange Musik auf dem Campingplatz solle konsequenter unterbunden werden und für die saubere Abreise solle es auch stärkere Kontrollen geben.

Sylvia Jung regte an, ob angesichts des gigantischen Erfolges nicht allmählich auch „ein kleiner Obolus für die Gemeinde abgezweigt werden“ könne, über eine Pacht für das Freizeitgelände. Thaler sagte, dies sei eine nichtöffentliche Vertragsgestaltung.

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