Mehr auf Sonne und Wind setzen

Zum Thema „Energiewende im Ganzen denken“ referierte am Mittwoch Andreas Henze von der BürgerEnergieGenossenschaft Freising bei einer Veranstaltung der gemeinsamen Wahlliste von „Bürgern für Eching“, „Echinger Mitte“ und ÖDP im Tennisheim. Er trug dabei Fakten und Daten zum Klimawandel vor und skizzierte als mögliches Lösungsszenario den Umbau der Energieversorgung.

Henze urteilte, dass künftig annähernd 80 Prozent unserer Energiegewinnung aus Sonne und Wind erfolgen müsse. Energie aus Gas, Öl, Kohle und Atomkraft müsse ersetzt werden durch elektrischen Strom, der größtenteils durch Sonne und Wind gewonnen werde.

Dazu müsse die Stromerzeugung in Deutschland um mindestens das Doppelte steigen. Dies sei bei „hoher heimischer Versorgungssicherheit“ erreichbar. Aktuell befinde sich das Land „in der anstrengenden Phase des Umbaus des Energiesystems“.

Auch eine Verkehrswende müsse Teil der Energiewende werden, so der Referent. Hier müsse der Verkehr so weit wie möglich auf Fahrräder, Fußverkehr und Züge und öffentlichen Nahverkehr verlagert werden und konventionelle Pkw durch E-Autos ersetzt.

In Eching würden nach Henzes Darstellung sechs Millionen kWh Jahresverbrauchs 2018 von 78 Millionen kWh V durch erneuerbare Energien produziert. Daher müssten mehr Photovoltaik-Dachanlagen, -Freiflächen-Anlagen und Windkraftnutzung geschaffen werden.

Neubauten sollten mit einer Solarnutzungspflicht belegt werden, riet er, in neuen Flächennutzungsplänen sollten Freiflächen für PV-Anlagen reserviert werden. Dazu brauche es finanzielle Anreize der öffentlichen Hand, ein übergreifendes Reglement und am Ort einen konstruktiven Gemeinderat.

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