Lesermail zum Artikel „Rathaus sperrt den Geldschrank zu“

Dieser Schritt ist richtig und notwendig, doch darf man sich wundern, dass noch vor Wochen die finanzielle Ausstattung der Gemeinde als leistungsfähig hervorgehoben wurde, was letztendlich auch zur Verabschiedung eines Rekordhaushaltes geführt hat, obwohl erste Anzeichen einer kommenden Rezession bereits zum damaligen Zeitpunkt in ganz Deutschland erkennbar waren.

Dass die Corona-Krise zwangsläufig und zusätzlich zu einer Reduzierung der Einnahmen führen wird, war seit Bekanntgabe der Maßnahmen absehbar. Darum frage ich mich, warum man erst auf eine Bestätigung für das Augenscheinliche warten muss, um das Richtige zu tun?

Dass die fehlenden Einnahmen bereits in 2021 wieder ausgeglichen werden können, halte ich schlicht für Tagträumerei. Die Auswirkungen dieser Krise werden wir noch viele Jahre spüren, denn Jobs werden wegfallen, Unternehmen werden Insolvenz anmelden und die Menschen, die noch einen Job haben und Geld verdienen, werden gerade in den letzten Tagen bemerkt haben, dass man auch ohne massenhaften und zwanghaften Konsum leben kann.

Wer aber auch in der jetzigen Zeit darüber nachdenkt, wie Eching fahrradfreundlicher werden soll und Referentenposten für dies und das einführen will, hat den Ernst der wirtschaftlichen Herausforderung nicht verstanden.

Michael Bröckl

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