Krise? Welche Krise?

Die Haushaltslage der Gemeinde bleibt trotz der erwarteten Steuerausfälle durch die „Corona“-Krise sehr entspannt. Wegen Nachzahlungen jenseits des Krisengeschehens kalkuliert die Gemeindekämmerei gerade mit Gewerbesteuereinnahmen von rund elf Millionen Euro – im Etat erwartet waren 10,5 Millionen Euro.

Bei den Zuteilungen aus der Einkommenssteuer wurden von den Statistikern Ausfälle von etwa acht Prozent prophezeit. Für die Gewerbesteuer wurden sogar Minus 20 Prozent prognostiziert, was in Eching durch die Mehreinnahmen aber nicht spürbar werden könnte.

„Der Haushalt wird weiter mit angezogener Handbremse vollzogen“, sagte Kämmerin Andrea Jensen im Gemeinderat. Bürgermeister Sebastian Thaler nannte dies „kaufmännische Vorsicht“. Angesichts der Unwägbarkeiten der weiteren Entwicklung sowohl der Pandemie wie auch der Steuerzahlungen sähe er es „falsch, jetzt schon wieder alle Ausgaben freizugeben“.

Nachdem nach den ersten Steuerwarnungen ein totaler Ausgabenstopp erlassen worden war, orientiere man sich jetzt an einer internen Liste, welche Projekte weiter zu bearbeiten seien, auch mit Ausgaben, und welche sicherheitshalber vorerst verschoben würden. Die Liste soll dem Gemeinderat noch vorgestellt werden.

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