Sanierung für ein Wahrzeichen

Die Blaue Brücke im Freizeitgelände muss nach gut 30 Jahren saniert werden, nachdem ihr bei einer turnusmäßigen Routineprüfung fehlende Standsicherheit attestiert wurde. Der Bauausschuss des Gemeinderats hat jetzt eine Generalsanierung für 2021 beauftragt, die rund 250.000 Euro kosten wird und die Holzbrücke dann für die nächsten Jahrzehnte fit machen soll.

Trotz des Prüfberichts und deutlich erkennbaren Rissen und Absplitterungen im Holz sei der Zustand der Brücke „nicht so schlimm, wie’s auf den ersten Blick aussieht“, sagte Tobias Linse vom Ingenieurbüro Gollwitzer und Linse, das für die Gemeinde das Bauwerk untersucht hat. Für die Lebensdauer sei der Sanierungsbedarf absolut angebracht, auch weniger extravagant konstruierte Brücken wären da allmählich marode.

Im Wesentlichen soll nun der Wetterschutz verbessert werden. Ans Dach kommen Regenrinnen, dazu werden alle horizontalen Holzteile mit Blech verkleidet. Dies habe man 1989 aus gestalterischen Gründen möglicherweise noch umgehen können, schilderte Linse, heute sei es unverzichtbar. Dafür könne dann wohl die Plexiglasverkleidung auf der Westseite der Brücke entfallen, die 2003 eben wegen des Wetterschutzes nachgerüstet worden war.

Als fehlerhaft analysierte der Gutachter die seinerzeit angebrachten Gummidichtungen in den Anschlüssen der Brücke an die Straße. Dies müsse komplett erneuert werden, was ein bedeutender Teil der Sanierungskosten sei.

Für die reine Instandhaltung der 40 Meter langen Brücke waren etwa 180.000 Euro veranschlagt, der Ausschuss entschied sich nach einer Besichtigung (Bild) jedoch einstimmig für die etwa 70.000 teure Sanierung mit Perspektive für weitere 30 Jahre.

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