Schonenderes Läuten

Der Kirchturm der alten Kirche St. Andreas erhält eine neue Uhr- und Läuttechnik. Der vorhandene Glockenstuhl sei instabil, heißt es aus der Pfarrei, dazu sei das Material abgenutzt.

Für geschätzte Kosten von rund 37.000 Euro wird ein neues Läutwerk eingebaut, das „ein zuverlässiges und schonendes Läuten“ gewährleisten solle. Das Rathaus beteiligt sich mit rund zehn Prozent der Kosten, entschied der Hauptausschuss des Gemeinderats einstimmig.

Bei Investitionen von Vereinen schießt die Gemeinde obligatorisch 40 Prozent zu – aber bei der Kirche? In der Gemeindekämmerei hat man frühere Ausgaben gewälzt und dabei festgestellt, dass in den vergangenen zehn Jahren Ausgaben der Kirchen im Gemeindegebiet jeweils mit rund zehn Prozent gefördert worden seien, zum Beispiel die Sanierung des Pfarrhauses St. Andreas, die neuen Orgeln von Neu-Andreas und der Magdalenenkirche oder auch das Geläut der Laurentiuskirche in Günzenhausen.

Unbehagen äußerte im Ausschuss Christoph Gürtner, da im Gegensatz zu einem Verein die Kirche „schon fixe Einnahmen“ habe. Die Sanierung des Pfarrheims habe er unterstützt, erinnerte er, da dies „einen Mehrwert für die Gemeinschaft“ bringe, aber ein Uhrwerk?

Bürgermeister Sebastian Thaler argumentierte, dass der Kirchturm „doch ortsprägend“ sei und „eine gewisse Tradition“ repräsentiere. Der Zuschuss von 3700 Euro wurde denn auch einstimmig durchgewunken.

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