Eckert will in den Bundestag

Gemeinde- und Kreisrat Leon Eckert (Bild re.) bewirbt sich für die Bundestagswahl 2021 um die Direktkandidatur der Grünen im Wahlkreis 214, Freising/Pfaffenhofen. Bei einer live online gestreamten Bewerbung am Donnerstag im ASZ meldete der 25jährige seine Ambitionen auf die Kandidatur an.

Der frühe Start über ein Jahr vor Wahltermin ist den internen Parteistrukturen geschuldet. Bereits Anfang September nominiert die Grüne Jugend Bayerns ihre Kandidatenliste für den Bundestag – und da bewirbt sich Eckert als Spitzenkandidat.

Die Listenführer der Grünen Jugend werden bei der Landesliste der Grünen dann in der Regel unter den Top 20 eingereiht; ein chancenreicher Listenplatz, den ein Kandidatenneuling aus einem unspektakulären Stimmkreis ansonsten eher nicht anvisieren könnte.

Schon mit 16 war Eckert Vorsitzender des Kreisverbands Freising der Grünen Jugend, 2015 bis 2017 gehörte er dem Landesvorstand an. 2014 wurde er 19jährig in den Gemeinderat gewählt, 2020 auch in den Kreistag Freising. Seit Mai ist er Dritter Bürgermeister der Gemeinde.

Nach je einem Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre an der TU und Geschichte und Politikwissenschaft an der LMU absolviert er derzeit einen Masterstudiengang in Management und Technology an der Technischen Universität München, dazu arbeitet er bei Grünen Parteiorganisationen.

Bis zur Nominierungsversammlung der Grünen, mutmaßlich im Oktober, will sich Eckert nun bei den Parteigremien in den Kreisen bekannt machen. Dass sich noch Grüne Konkurrenten um die Stimmkreiskandidatur bewerben, ist möglich, allerdings gibt es bislang wohl keine Signale.

Sollte es klappen mit der Nominierung als Stimmkreiskandidat, möchte Eckert im Winter „eine sehr breite Themendebatte“ führen. Als erste Schwerpunktthemen nannte die öffentliche Daseinsvorsorge und die Infrastruktur.

Der Grüne Kreisvorsitzende Max Breu (Bild li.) würdigte am potentiellen Kandidaten, er habe „unter Beweis gestellt, dass er Geduld im Bohren dicker Bretter hat“ und darüber „immer seine Freundlichkeit und seinen Humor behält“.

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