Lesermail zum Artikel „‚Sein Stuhl passt nicht an unseren Tisch‘“

Den Frust verstehe ich. Wir haben im Jahr 2019 die Reißleine gezogen (bei der Bekanntgabe des Bodenrichtwerts von 1650 Euro) und ein altes Haus in Dietersheim auf 400 qm Grund gekauft. Teuer, aber wir konnten dorthin sofort umziehen und leben.

Davor haben wir zu viert in einer 2-Zimmer-Wohnung gelebt und auf die Grundstücksvergabe gewartet, gewartet und gewartet…

Sind wir froh, das gemacht zu haben. Dann kam die Corona und in einer 2-Zimmer-Wohnung die Kinderbetreuung und HomeOffice zu organisieren, wäre schlicht unmöglich.

Erbpachtmodell als sozial zu verkaufen, finde ich schon dreist. 450 Euro Erbpacht pro Monat für 400 qm Grund wären fällig und dazu kommt noch die Kreditzahlung für das Haus, sofern man den Kredit überhaupt bekommt. Die Banken geben zur Zeit den Kredit für 1 %, daher die 1.5 % Erbpachzins als günstig zu verkaufen, ist schon komisch.

Desweiteren kann man die Grundschuld für die Bank als Sicherheit für den Kredit in das Grundbuch eintragen und was ist bei der Erbpacht? Gibt die Bank eine halbe Million Euro Kredit einer „armen“ Familie für das Häuschen ohne die Grundschuld?

Alex Lykhvar

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