Viele Ansätze kombinieren

Beui einem Besuch in Eching am Mittwoch hat der Landesvorsitzende der FDP, Daniel Föst, die Position des Ortsverbandes in der Baulandpolitik der Gemeinde unterstützt. Die FDP stellt sich hinter das von der FW initiierte Begehren.

Föst (li.) warb stattdessen für eine vielfältig ausgerichtete Wohnbauförderung: „Erbpacht als alleinige Säule ist nicht tragbar.“ Der Landesvorsitzende der FDP aus Schweinfurt sitzt für die Liberalen im Bundestag und ist dort bau- und wohnungspolitischer Sprecher ihrer Fraktion.

„Durch die Schaffung von Wohnraum kriegt man die Mietpreise in den Griff“, ist Fösts Überzeugung. Um Wohnungsbau voranzubringen, brauche es meist aber komplizierte Lösungsansätze, vor denen viele zurückscheuten. „Man greift dann lieber zu einfachen Mitteln“, sagte er, „wie hier in Eching zum Verbot von Grundstücksverkauf.“

Es zwei zwar „gut, dass in Eching Familien gefördert werden“, attestierte der Bundestagsabgeordnete, aber ein Erbpachtmodell lasse da große Lücken: „Ein Eigenheim mit Grund und Boden ist die beste Altersvorsorge und einfach auch der Traum der meisten.“

Eine „Generalisierung“ wie die Festlegung auf Erbpacht durch eine Gemeinderatsmehrheit führe „zu keinem konstruktiven Ergebnis“, rügte Irena Hirschmann aus dem Ortsverein, die Fösts Besuch organisiert hatte, das sei „Basta-Politik, die nicht funktioniert.“

Der FDP-Ortsvorsitzende und einzige Gemeinderat Heinz Müller-Saala sagte, im Gemeinderat könnten „gegen die große Mehrheit des Bürgermeisters die Vernünftigen nichts ausrichten“.

2 Lesermails

  1. Ich erlaube mir, auf den sehr interessanten Artikel „Viel Platz macht nicht glücklich“ aus dem „Spiegel“ Nr. 11/13.03.2021 aufmerksam zu machen.
    Lesenswert und mit vielen Ansätzen!

    Viele Grüße
    Magdalena Motlik

  2. Vielleicht haben es die politisch Aktiven der FDP vergessen, aber auf dem Bürgerplatz in Eching herrscht Maskenzwang. Keine Maske zu tragen, stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und ist mit einem Bußgeld belegt. Politiker stehen im Fokus der Öffentlichkeit und sollten daher eine Vorbildfunktion übernehmen. Es wäre sicherlich eine schöne Geste, wenn sie freiwillig ihr Bußgeld einer sozialen Einrichtung in Eching spenden würden.

    Schöne Grüße
    Michael Obermeier

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