Lesermail zum Artikel „Pestizide sind tabu“

In allen Medien sowie auch diesem Artikel wurde darüber berichtet, dass Bürgermeister Thaler sich mit den Echinger Landwirten an einen Tisch setzen wolle, um ein weiteres Vorgehen mit den von der Gemeinde gepachteten Flächen zu besprechen. Hier ist nämlich Vieles ungut gelaufen. Nachdem davon in der Presse nichts zu lesen war, möchte ich es chronologisch ordnen.

Ende Februar wird der Antrag „Pestizidfreie Gemeinde“ von der Mehrheit des Gemeinderats durchgewunken. Leider hat man keinen der betroffenen Landwirte im Vorfeld über diesen Antrag informiert und auch das einzige Gemeinderatsmitglied mit landwirtschaftlichen Fachkenntnissen ignoriert. So stimmten mehr oder weniger gut vorbereitete Gemeinderäte über ein Thema ab, das wohl mehr emotional als sachlich behandelt wurde.

Die Landwirte erfuhren davon erst am nächsten Tag aus der Presse. Hier wurde immerhin vermerkt, dass sich mit den Landwirten ins Benehmen gesetzt werden würde.

Nachdem 3 Wochen ohne Terminvorschlag seitens der Gemeinde vorübergegangen waren, war es uns Landwirten zwar bereits klar, welchen Stellenwert der „runde Tisch“ mit dem Berufsstand im Rathaus hat, jedoch noch nicht, wie extrem die Taktik des „Aussitzens“ und „Vertröstens“ praktiziert werden kann.

Ich beschloss, als Ortsobmann des Bauernverbandes in Eching von Seiten der Bauern auf die Gemeinde zuzugehen. Seit nun 3 Wochen rufe ich beinahe täglich im Rathaus, beim Bürgermeister oder im Büro an und hatte Mailkontakt zu mehreren Rathausmitarbeitern. Bürgermeister Thaler hat mir mehrmals versichert, er kümmere sich darum. Die einzige Bitte ist ein Termin für ein Gespräch zwischen Gemeinde und Landwirten. Die Landwirte brauchen Planungssicherheit, ob und wie sie die Flächen weiter bewirtschaften können.

Es gibt übrigens nur einen Biobetrieb in Eching und der hat kein Interesse an den Flächen. Das wüsste die Gemeinde, hätte sie das Gespräch mit den Landwirten gesucht.

Ich warte immer noch auf einen Termin. Vielleicht meldet sich doch noch jemand, der sich verantwortlich fühlt…

Nikolaus Walter

Ein Lesermail

  1. Gibt es denn nur noch Negatives vom BM zu berichten? Rückruf und Termine sind scheinbar eine der großen Schwächen.

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